Gabriel und Schulz dabeiSPD-Spitze berät offenbar nach Landtagswahlen mit Ex-Parteichefs

Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt. Einen Tag später wollen sich Bärbel Bas und Lars Klingbeil laut einem Medienbericht Rückenwind bei früheren SPD-Parteichefs holen. SPD-Altkanzler Gerhard Schröder scheint dabei unerwünscht.
Die SPD-Parteispitze hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" für Montagabend eine Reihe früherer Vorsitzender zu Beratungen nach den Wahlen am Sonntag ins Willy-Brandt-Haus eingeladen. Wie die Zeitung berichtete, werden unter anderem die beiden früheren SPD-Chefs Sigmar Gabriel und Martin Schulz erwartet. Eingeladen wurde auch Franz Müntefering - er ist laut Bericht allerdings aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Nicht eingeladen wurden dagegen Oskar Lafontaine und Altkanzler Gerhard Schröder.
Der Zeitung zufolge wird erwartet, dass die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, die am Sonntag stattfinden, Rückendeckung ranghoher SPD-Funktionäre ersuchen wollen. Laut Bericht nehmen an dem Treffen in Berlin noch weitere Funktionäre der Partei teil. Die Parteizentrale zitierte die "SZ" mit den Worten, dass es angeblich keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Treffen und dem Wahlsonntag samt möglichen Folgen gebe.
Offiziell kommen die Gremien der SPD im Nachgang der Wahlen am Montagvormittag zusammen. Nach den Sitzungen des SPD-Präsidiums und des Parteivorstands ist eine Pressekonferenz geplant, an der neben Bas und Klingbeil auch die Spitzenkandidierenden in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin teilnehmen, also Manuela Schwesig und Steffen Krach. Am kommenden Dienstag trifft sich die SPD-Bundestagsfraktion.
In einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung warnten die acht CDU-Ministerpräsidenten vor Personaldebatten und riefen nach lauter werdenden Kritik an Bundeskanzler Merz zur Geschlossenheit auf.