Politik
Für Andrea Nahles als Kanzlerkandidatin würden sich bei einer Direktwahl nur 13 Prozent der Wähler entscheiden.
Für Andrea Nahles als Kanzlerkandidatin würden sich bei einer Direktwahl nur 13 Prozent der Wähler entscheiden.(Foto: imago/photothek)
Samstag, 01. September 2018

RTL/n-tv Trendbarometer: SPD nur knapp vor AfD und Grünen

Die Umfragewerte für die Union bleiben unverändert, die Sozialdemokraten verlieren jedoch einen Punkt. Da Grüne und AfD gleichzeitig an Zuspruch gewinnen, liegen diese drei Parteien nun nahezu gleichauf.

Die SPD ist im aktuellen Trendbarometer von RTL und n-tv um einen Punkt gefallen. In der von Forsa erhobenen Umfrage kommen die Sozialdemokraten auf 17 Prozent. Die Union steht unverändert bei 30 Prozent.

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Die Grünen legen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt zu und erreichen nun 16 Prozent. Auf diesen Wert kommt auch die AfD, die vor einer Woche noch zwei Punkte weniger hatte. Bereits im Juli hatte die Partei 16 Prozent erreicht, war dann jedoch leicht gesunken. Linke und FDP liegen bei 8 Prozent.

Bezogen auf alle Wahlberechtigten - das heißt einschließlich der Nichtwähler - erreicht die SPD sogar nur 13 Prozent. Forsa weist darauf hin, dass die Sozialdemokraten eine so geringe Wählersubstanz noch nie in den vergangenen 100 Jahren zu verzeichnen hatten - weder bei Bundestagswahlen noch bei Wahlen zum Reichstag in der Weimarer Republik.

Es gibt kaum noch eine Bevölkerungsgruppe, in der der Anteil der SPD-Anhänger sehr viel höher ist als der durchschnittliche Sympathieanteil von 13 Prozent. Selbst bei den Wahlberechtigten, die sich selbst dem linken Lager zurechnen, würde die SPD derzeit nur noch von 18 Prozent gewählt. Vor allem aber hat die SPD ihre früheren Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte verloren. Diesem Segment der Mitte ordnet sich selbst nach wie vor die Mehrheit der Wahlberechtigten (54 Prozent) zu. Von diesen würden nur 9 Prozent derzeit die SPD wählen. Das war die Gruppe, die früher der SPD zu Mehrheiten verholfen hatte.

Der SPD traut aber auch in keiner Gruppe der Wahlberechtigten ein nennenswerter Anteil zu, die anstehenden Probleme im Land anpacken, geschweige denn lösen zu können. So sprechen nur 4 Prozent der Arbeiter und Selbständigen und nur 5 Prozent der Wahlberechtigten in der politischen Mitte der SPD politische Lösungskompetenz zu.

In der Kanzlerpräferenz liegt CDU-Chefin und Amtsinhaberin Angela Merkel unverändert deutlich vor der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles. Würde die Kanzlerin direkt gewählt, entschieden sich 47 Prozent für Merkel und 13 Prozent für Nahles. Im Vergleich mit Finanzminister Olaf Scholz von der SPD ist der Abstand geringer. Hier würden sich 20 Prozent (minus drei Punkte) der Wähler für Scholz entscheiden und 42 Prozent für Merkel.

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Quelle: n-tv.de