Politik

Bundesliga und Mr. Konrad vom BND Schalit dankt Deutschland

Vor knapp drei Monaten ist der israelische Soldat Gilad Schalit nach mehr als fünfjähriger Geiselhaft bei radikalen Palästinensern im Gazastreifen freigekommen. Jetzt trifft er den deutschen Botschafter, um sich zu bedanken.

Der im Oktober von der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen nach jahrelanger Geiselhaft freigelassene Schalit ist frei hat sich bei Deutschland für die Vermittlungsbemühungen bedankt. Zusammen mit seinem Vater Noam übergab er dem deutschen Botschafter Andreas Michaelis in Tel Aviv ein Dank-Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Schalit geht es inzwischen wieder besser.

(Foto: dpa)

"Vater und Sohn haben einen Brief an die Bundeskanzlerin, unterschrieben von Gilad, übergeben, in dem sie der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin ihren Dank ausdrücken für die Vermittlungsbemühungen von deutscher Seite für die Freilassung von Gilad", sagte Michaelis nach einer halbstündigen Unterredung mit den Schalits. Gilad habe dabei auch erzählt, dass er in der langen Geiselhaft im Fernsehen auch den deutschen Fußball verfolgen konnte. Die Bundesliga sei seiner Ansicht nach die beste Liga von allen.

Der 25-jährige Gilad wirkte erkennbar erholt von den Strapazen der langen Geiselhaft. Er war nach Beschreibung von Diplomaten aber immer noch sehr schüchtern und leidet zudem immer noch an den Folgen von Verletzungen. Weder er noch sein Vater, der am Vortag angekündigt hatte, dass er für die oppositionelle Arbeitspartei für das Parlament kandidieren wolle, gaben Erklärungen ab.

Schalit, für den Israel insgesamt 1027 Palästinenser freiließ, war am 25. Juni 2006 von einem palästinensischen Kommando in den Gazastreifen verschleppt worden. Bei den Bemühungen um die Freilassung hatte auch "Mr. Hisbollah" wird "Mr. Hamas" , der sich Gerhard Konrad (oder Conrad) nennt. Dabei soll es sich jedoch um einen Decknamen handeln. Konrad ist schon länger für besonders schwierige Fälle im Nahen Osten zuständig. So etwa 2004, als zwischen Israel und libanesischer Hisbollah-Miliz ein Häftlingsaustausch ausgehandelt wurde.

Unmittelbar vor dem Besuch in der deutschen Botschaft waren die Schalits auch in der französischen Botschaft. Auch dort hatte sich Gilad, der neben der israelischen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, für die Hilfe von französischer Seite bedankt.

Quelle: n-tv.de, dpa

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