Politik

Blair setzt auf Entwicklungshilfe Schuldenerlass für Afrika

Der britische Premierminister Tony Blair will die Agrarsubventionen in den reichen Ländern abschaffen, da sie die Entwicklung Afrikas behinderten. Eine von ihm eingesetzte Kommission zur Verbesserung der Beziehungen zu Afrika sei außerdem zu dem Schluss gekommen, dass eine Verdopplung der Hilfe und ein hundertprozentiger Schuldenerlass für die ärmsten Länder nötig seien, schrieb Blair in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

Deutschland und Großbritannien hätten sich bereits verpflichtet, ihre Entwicklungshilfe zu erhöhen: "Wir alle müssen jetzt unsere Hilfsbudgets auf die von den Vereinten Nationen (UN) festgelegten 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben." Wichtig sei jedoch auch, dass die Afrikaner selbst über ihre Zukunft bestimmten.

Blair hat die Beziehungen zu Afrika zu einem der wichtigsten Themen seiner Präsidentschaft der Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands (G-8) gemacht. Ab Juli wird Großbritannien zudem für sechs Monate die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernehmen. Er kündigte an, sich auch dort für bessere Beziehungen zu Afrika einzusetzen.

Quelle: ntv.de