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RTL/n-tv Trendbarometer Schwarz-Grün steht kurz vor der Mehrheit

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Der eine auf der Erfolgsspur - die andere in der Krise: der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck und Kanzlerin Angela Merkel.

dpa/n-tv.de

Für die Grünen geht es in der Wählergunst weiter bergauf: Nur noch ein Punkt trennt die Umweltpartei von der 20-Prozent-Marke. Eine Koalition mit der Union stünde kurz vor der erforderlichen Mehrheit. Doch das Vertrauen in die Bundespolitik sinkt weiter.

Der Höhenflug der Grünen in der Wählergunst hält weiter an - nicht nur in Bayern, sondern auch auf Bundesebene. Im aktuellen RTL/n-tv Trendbarometer kann sich die Partei die dritte Woche infolge verbessern und liegt nun bei 19 Prozent. Bei der Bundestagswahl vor einem Jahr hatten die Grünen im September 2017 lediglich 8,9 Prozent geholt. Nun stehen sie kurz vor der 20-Prozentmarke - und bauen den Vorsprung zu den Sozialdemokraten auf drei Prozentpunkte weiter aus. Der SPD gelingt es unterdessen nicht, sich aus ihrem Umfragetief zu befreien. Sie verharrt bei 16 Prozent. Die AfD kommt unverändert auf 14 Prozent. Die FDP verharrt ebenfalls auf den Werten der Vorwoche - und liegt bei neun Prozent.

Einen Prozentpunkt abgeben muss die Linke, die sich innerhalb der letzten Woche von zehn auf neun Prozent verschlechtert hat. Damit liegt die Partei wieder knapp unter dem Ergebnis, das sie zur Bundestagswahl eingefahren hatte (9,2 Prozent). Obwohl nach dem Koalitionsstreit um die Zukunft des Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen wieder Ruhe bei den Schwesterparteien CDU und CSU eingekehrt ist, kann sich auch die Union nicht verbessern. Seit vier Wochen steht sie bei mageren 28 Prozent.

Während eine Große Koalition demzufolge nur noch auf 44 Prozent käme, stünde Schwarz-Grün mit 48 Prozent nur noch knapp vor einer regierungsfähigen Mehrheit. Laut Forsa-Chef Manfred Güllner profitieren die Grünen "vor allem von der anhaltenden Schwäche der SPD, können aber auch frühere Wähler der Union an sich binden". Unverändert hoch ist der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen. Laut Umfrage würden sich 29 Prozent der Wähler derzeit nicht an der Bundestagswahl beteiligen - oder wüssten nicht genau, ob sie wählen gehen oder nicht. Bei der Wahl vor einem Jahr lag ihr Anteil noch bei 23,8 Prozent.

Zahl der Enttäuschten wächst

Unverändert hoch sind die Zustimmungswerte für Angela Merkel beim Kanzlerduell: Sowohl gegen SPD-Chefin Andrea Nahles, als auch gegen Vizekanzler Olaf Scholz verteidigt Merkel ihre deutliche Favoritenrolle. Laut Umfrage würden sich bei einem Duell Merkel gegen Nahles 43 Prozent der Wähler für die Kanzlerin entscheiden - und nur zwölf Prozent für die SPD-Vorsitzende. Auch gegen Scholz könnte sich Merkel demnach mit 38 Prozent durchsetzen - immerhin noch ein Vorsprung von 17 Prozent zum amtierenden Finanzminister.

Geht es um das Vertrauen in die politischen Parteien in Deutschland, sieht es für die Union weiterhin düster aus: Nur noch 17 Prozent der Befragten glauben, dass CDU und CSU in der Lage sind, die aktuellen Probleme zu lösen - das sind noch einmal zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Gleichbleibend schlecht schneiden die Sozialdemokraten ab. Sie kommen in der Frage nach der politischen Kompetenz weiter lediglich auf fünf Prozent Zustimmung. Um einen Prozentpunkt gewachsen ist erneut die Zahl derer, die keiner Partei mehr zutrauen, die Probleme der Bundesrepublik lösen zu können (60 Prozent).

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Quelle: n-tv.de, jug

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