Politik

Agenten des Landes verwiesenSchwedischer Geheimdienst vereitelt offenbar russische Spionageoperation

10.08.2026, 20:17 Uhr
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Für Schwedens Justizminister Gunnar Strömmer besteht bei der Operation kein Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen. Vielmehr gehe Russland strategisch und langfristig vor. (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

Schweden hat nach eigenem Bekunden eine russische Geheimdienstoperation vereitelt haben. Ziel sei es gewesen, Schwedens Positionen in Nato und EU auszuforschen. Dazu rekrutierten die Agenten auch einen Zuträger aus einer anderen Botschaft. Alle Beteiligten wurden des Landes verwiesen.

Der schwedische Nachrichtendienst Säpo ist eigenen Angaben nach erfolgreich gegen eine russische Geheimdienstoperation vorgegangen. Ziel der Russen war es demnach unter anderem, das Ansehen des Nato-Landes zu schädigen.

Die Operation wurde den Angaben nach von Moskaus Auslandsgeheimdienst SWR gesteuert. Die Informationsbeschaffung konzentrierte sich insbesondere "auf Informationen zu Schwedens politischen Positionen und dessen Aktivitäten im Kontext der Nato und der EU", wie es hieß. Auch die schwedische Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine sowie die militärischen Fähigkeiten des Landes seien von Interesse. Säpo habe Maßnahmen ergriffen, um "wichtige schwedische Interessen zu schützen und weiteren Einflussversuchen entgegenzuwirken".

Säpo sammelte über einen längeren Zeitraum Informationen über die Operation, wie es weiter hieß. Russische Geheimdienstoffiziere hätten demnach auch einen Agenten einer anderen ausländischen diplomatischen Vertretung in Schweden rekrutiert. Die beiden Geheimdienstoffiziere wurden schwedischen Medienberichten zufolge bereits des Landes verwiesen, auch der Agent verließ Schweden demnach.

Dass Russland auch in Schweden offensiv vorgehe, sei bekannt, sagte Justizminister Gunnar Strömmer der Nachrichtenagentur TT zufolge. Ein Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen im Herbst gebe es nach aktuellen Informationen nicht, die Operation sei Teil eines größeren Musters, in dem Russland strategisch und langfristig vorgeht.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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