Politik

Anschlag in Pakistan Sieben Deutsche verletzt

Bei einem Anschlag auf Touristen in Nordpakistan sind am Samstag nach Behördenangaben drei Einheimische und neun Ausländer leicht verletzt worden, darunter sieben Deutsche. Ein Unbekannter hätten eine Handgranate auf die Urlauber geworfen, sagte ein Sprecher des pakistanischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Sprecher der deutschen Botschaft in Pakistan erklärte, die diplomatische Vertretung sei über den Vorfall unterrichtet worden.

Unter den deutschen Opfern in der Provinz North Western Frontier an der Grenze zu Kaschmir seien fünf Frauen, teilte die Polizei mit. Demnach zündete der unbekannte Täter nahe einer archäologischen Ausgrabungsstätte in der Region Mansehra eine Granate. Unter den Verletzten seien auch ein Österreicher, ein Slowake sowie ein Pakistaner und zwei einheimische Kinder. Sie seien mit leichten Verletzungen in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden und nach der Behandlung wieder entlassen worden. Alle Opfer seien außer Lebensgefahr, sagte ein Arzt der Nachrichtenagentur AFP.

Die Insassen des Reisebusses hatten eine historische buddhistische Tempelanlage besichtigen wollen, wo es Inschriften aus dem dritten Jahrhundert von Christus aus der Zeit von König Ashoka, einem Herrscher der indischen Mauryan-Dynastie, zu besichtigen gibt. Der Bus wurde unmittelbar nach dem Vorfall von der pakistanischen Polizei nach Islamabad zurückeskortiert.

Wie es hieß, war die Gruppe auch durch die Stadt Balakot gefahren, wo die radikalislamische Gruppe Jaish-e-Mohammed ein Ausbildungslager unterhielt. Ob diese oder eine andere fundamentalistische Gruppe etwas mit dem Anschlag zu tun hat, war noch völlig unklar. Das Gebiet in der Nähe der afghanischen Grenze gilt aber ohnehin nicht als allzu sicher.

Erst im Juni war in der pakistanischen Hafenstadt Karachi vor dem US-Konsulat eine Autobombe gezündet worden. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest; zwei von ihnen gestanden, auch das Attentat auf französische Ingenieure Anfang Mai vorbereitet zu haben. Bei den beiden Anschlägen wurden insgesamt 26 Menschen getötet.

Bei einem Anschlag auf eine Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba am 11. April waren 14 Deutsche ums Leben gekommen; insgesamt starben bei der Explosion 19 Menschen. Zu dem Anschlag bekannte sich ein Mitglied der mutmaßlichen Terrororganisation El Kaida.

Quelle: n-tv.de