Politik

Alle Daten, alle Infografiken So lief die Landtagswahl in Hessen

c6b16aa65d4beb2c0f02027a0421e58c.jpg

Schwarz-Grün bleibt in Hessen voraussichtlich an der Macht: Auf Bundesebene hat die Landtagswahl dennoch Folgen.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Der Wahlausgang in Hessen löst bundespolitische Umbrüche aus: Die CDU bleibt in Wiesbaden zwar stärkste Kraft, muss aber wie die SPD erneut schwere Stimmenverluste hinnehmen. In Berlin zieht CDU-Chefin Merkel Konsequenzen. Die Ergebnisse der Hessen-Wahl im Überblick.

Die Landtagswahl in Hessen löst ein bundespolitisches Erdbeben aus: Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Morgen nach der Wahl in einer Präsidiumssitzung der Partei ihre Bereitschaft, das Amt als CDU-Vorsitzende abzugeben. Merkel verzichte auf den CDU-Vorsitz, bleibe aber Kanzlerin, hieß es aus Parteikreisen.

Merkel ist seit 18 Jahren CDU-Chefin. Sie hatte bisher immer betont, dass für sie Parteivorsitz und Kanzlerschaft zusammengehören. Wie zuvor schon in Bayern fuhr die Union am Sonntag in Hessen zweistellige Verluste ein.

Bei der Wahl verlor die CDU mit Ministerpräsident Volker Bouffier an der Spitze nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 11,3 Punkte im Vergleich zur Wahl 2013 und kam auf 27,0 Prozent. Die SPD mit Thorsten Schäfer-Gümbel an der Spitze erzielte 19,8 Prozent (minus 10,9).

*Datenschutz

Großer Wahlgewinner in Hessen wurden die Grünen mit ebenfalls 19,8 Prozent (plus 8,7). Die AfD klettert auf 13,1 Prozent (2013: 4,1). Die FDP erreicht 7,5 Prozent (2013: 5,0). Die Linke erhält 6,3 Prozent und erzielt ihr bislang bestes Ergebnis in Hessen (2013: 5,2).

Aus der Stimmauszählung ergibt sich im Landtag, der künftig wegen zahlreicher Überhang- und Ausgleichsmandate 137 statt 110 Abgeordnete haben wird, folgende Sitzverteilung: CDU 40, SPD 29, Grüne 29, AfD 19, FDP 11 und Linke 9.

*Datenschutz

*Datenschutz

Die Wahlbeteiligung lag bei 67,3 Prozent - 2013 waren es 73,2 Prozent gewesen, damals fielen allerdings Bundestags- und Landtagswahl auf einen Tag. Wahlberechtigt waren 4,38 Millionen Bürger.

Bouffier kündigte Gespräche mit allen Parteien außer Linken und AfD über eine Regierung an. Er hatte sich zuletzt offen für Jamaika gezeigt, die Grünen waren zurückhaltender, die Liberalen warben offen dafür.

FDP-Chef Christian Lindner hatte mit Blick auf eine Ampel ein Bündnis seiner Partei mit Grünen und SPD als "inhaltlich vollkommen abwegig" bezeichnet. Schäfer-Gümbel, der zum dritten Mal Spitzenkandidat seiner SPD war, räumte eine bittere Niederlage ein und ließ seine politische Zukunft zunächst offen.

*Datenschutz

*Datenschutz

 

*Datenschutz

 

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

Mehr zum Thema