Politik

Zwei Vorträge "verschwitzt" Steinbrück versäumte Angaben

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Steinbrück während seiner Erklärung.

(Foto: dpa)

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück zeigt sich für eine, wie er es nennt, "Nachlässigkeit" verantwortlich. Zwei der von ihm gehaltenen Vorträge wurden nicht ordnungsgemäß gemeldet. Steinbrück findet das "unverdächtig".

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat zwei zunächst nicht ordnungsgemäß offengelegte Vorträge nach eigenen Worten beim Bundestagspräsidenten nachgemeldet. Beide Reden seien unverdächtig, beide hätten sich auf das Thema Finanzmarktregulierung bezogen, sagte Steinbrück.

Nach Angaben eines von ihm beauftragten Wirtschaftsprüfers hatte er zwei Vorträge im Oktober 2011 "nach Aktenlage nicht entsprechend den Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages angezeigt". Die beiden Reden wurden nach dem im Internet veröffentlichten Prüfbericht bei der Kerkhoff Consulting GmbH und der Südwestbank AG gehalten.

"Ich habe es einfach verschwitzt", sagte Steinbrück. Es sei eine Nachlässigkeit gewesen, so der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Steinbrück wies Vorwürfe zurück, sich durch die Vortragshonorare in Millionenhöhe abhängig gemacht zu haben. Er bestätigte, in den Jahren 2010 bis 2012 1,16 Millionen Euro an Vortragshonoraren neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter verdient zu haben. Gleichzeitig betonte er aber, es sei absurd anzunehmen, dass er sich mit den Auftragsreden für Banken und anderen Vertretern der Finanzbranche unter deren Einfluss begeben habe. Zudem wies er den Vorwurf zurück, wegen der 89 Vorträge in drei Jahren sein Mandat als Bundestagsabgeordneter vernachlässigt zu haben.

Politische Kontrahenten wollten Zweifel an seiner Integrität säen, sagte Steinbrück. Die Anschuldigungen würden von Parteien erhoben, die sich weigerten, die Richtlinien der UN gegen Abgeordneten-Bestechung umzusetzen, sagte er mit Blick auf CDU, CSU und FDP. "Mit meiner Veröffentlichung möchte ich ein Beispiel geben, das jetzt andere Parteien im Deutschen Bundestag aufnehmen sollten", sagte der Kanzlerkandidat. Die Transparenzrichtlinien für die Abgeordneten sollten deutlich verschärft werden.

Quelle: n-tv.de, jmü/dpa

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