Politik

Bei "Koma-Saufen" Strafen für Eltern und Wirte

Nach dem Alkoholtod eines 16-jährigen Berliners will Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) vor allem die Wirte, aber auch die Eltern in die Pflicht nehmen. "Jeder Wirt, der offensichtlich betrunkenen Jugendlichen noch Alkohol gibt, muss mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Bei wiederholten Verstößen gegen das Gaststättengesetz geht das bis zum Entzug der Konzession", sagte Beckstein der "Bild am Sonntag".

Der Innenminister kündigte an, die Jugendschutzkontrollen in Kneipen massiv zu verstärken: "Die Polizei kennt die Gastwirte, die Probleme machen. Dort braucht es regelmäßige Ausweiskontrollen."

Nach schwerem Alkoholmissbrauch war ein 16-jähriger Schüler in der Nacht zu Donnerstag an den Folgen des Kreislaufversagens in der Berliner Charit gestorben. Der Jugendliche war Ende Februar nach angeblich rund 50 Gläsern Tequila in einem Lokal mit 4,8 Promille zusammengebrochen und lag seitdem im Koma. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob andere Lokalbesucher oder der Wirt für den Tod des 16-Jährigen mitverantwortlich sind, weil sie ihn nicht vom Trinken abgehalten haben.

Vor allem so genannte Flatrate-Partys, bei denen Besucher zum Pauschalpreis trinken dürfen so viel sie wollen, sind in die Kritik geraten. Dem Gesetz nach dürfen in Deutschland Bier, Wein und Sekt nicht an unter 16-Jährige, so genannte branntweinhaltige Getränke nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden.

Quelle: ntv.de