Politik

Eklat um Verweis auf Goebbels Strobl entschuldigt sich bei Sittler

"Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels: Walter Sittler, Propagandist der S21-Bewegung", schrieb Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Strobl in einem Newsletter. Nun entschuldigt er sich.

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Walter Sittler bei einer Demonstration gegen Stuttgart 21.

(Foto: picture alliance / dpa)

Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl hat sich beim Stuttgart-21-Gegner Walter Sittler entschuldigt. In einer E-Mail an den Schauspieler und prominenten Gegner des Milliarden-Bahnprojekts bedauerte Strobl seine Äußerungen, die er in seinem Internet-Newsletter gemacht hatte.

Darin hatte er Sittler einen "S21-Propagandisten" genannt und darauf verwiesen, dass dessen Vater bereits Stimmung für die Nazis gemacht habe. Er sei in "der von beiden Seiten emotional geführten Debatte über Stuttgart 21 über das Ziel hinausgeschossen", erklärte Strobl in dem Schreiben, das am Dienstagabend von der CDU Baden-Württemberg veröffentlicht wurde. Sittler habe die Entschuldigung angenommen.

Eine Entschuldigung hatten zuvor SPD und Grüne gefordert. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Werner Wölfle sagte: "Da verrohen die Sitten. Das ist irgendwas zwischen peinlich und eklig". Die Schlichtungsgespräche zwischen Gegnern und Befürwortern des Bahnprojekts, die an diesem Donnerstag fortgesetzt werden sollen, werde das aber nicht belasten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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