Politik

Spargegner hängen Konservative ab Syriza liegt in Umfrage vorn

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Alexis Tsipras (r.) und seine Syriza-Partei wurden bei der Wahl Anfang Mai zweitstärkste Kraft.

(Foto: dpa)

Drei Wochen sind es noch bis zur vorgezogenen Wahl des griechischen Parlaments. Und nach einer neuen Wählerbefragung sieht es danach aus, dass die Linken um Alexis Tsipras das Ruder übernehmen könnten. Sie haben sich einen satten Vorsprung vor der konservativen Nea Dimokratia erarbeitet.

Die linksradikale Syriza-Partei hat in einer neuen Umfrage einen deutlichen Vorsprung vor den Konservativen erreicht und würde bei der Parlamentswahl in Griechenland stärkste Kraft. Demnach könnte Syriza derzeit 30 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Die konservative Nea Dimokratia käme auf 26 Prozent, wie aus einer Umfrage des Fernsehsenders SKAI Television und der Tageszeitung "Kathimerini" hervorgeht. In der Befragung sind auch die wahrscheinlichen Präferenzen der Unentschlossenen berücksichtigt.

Die Griechen sollen am 17. Juni ein zweites Mal über die Zukunft ihres Landes abstimmen. Nach den Wahlen am 6. Mai scheiterten die Parteien daran, eine stabile Regierung zu formen. Deshalb führt eine Übergangsregierung die Geschicke des Landes. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Wahlen vorzubereiten. Die Syriza-Partei war Anfang Mai überraschend zweitstärkste Kraft geworden.

Umfragen zuletzt uneinheitlich

Die äußerst links stehende Partei um ihren Vorsitzenden Alexis Tsipras lehnt die mit den internationalen Geldgebern ausgehandelten Sparbeschlüsse ab. Tsipras will das Land aber trotzdem im Euro halten. Europäische Union und Internationaler Währungsfonds knüpfen aber die Auszahlung weiterer Kredite aus dem zweiten Rettungspaket an weitere Einsparungen von über 11 Milliarden Euro.

Syriza und Nea Dimokratia liegen in Umfragen derzeit an der Spitze in der Wählergunst. Ein klarer Trend, welche der beiden Parteien am Ende die Wahl gewinnen wird, zeichnet sich aber noch nicht ab. Andere Umfragen haben auch schon die Konservativen auf Platz 1 gesehen. Sie wollen die drastischen Spar-Auflagen neu verhandeln, lehnen sie aber nicht komplett ab.

Quelle: ntv.de, DJ