Politik

"Bin gewählt bis zum Frühjahr" Teuteberg lässt Gerüchte abprallen

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Linda Teuteberg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wiederholt war Kritik aus Reihen der FDP zu hören, die Generalsekretärin setze zu wenig Akzente. Gerüchte kamen auf, sie könne beim FDP-Parteitag im September abgelöst werden. Linda Teuteberg jedoch stellt nun klar: "Ich bin gewählt bis zum Frühjahr."

Die Generalsekretärin der FDP, Linda Teuteberg, hat Gerüchte über ihre vorzeitige Ablösung auf dem geplanten Bundesparteitag im September zurückgewiesen. "Ich mache meine Arbeit, ich bin gewählt bis zum Frühjahr, genauso wie unser ganzes Team als Bundesvorstand und insofern gibt es dazu keinen Anlass“, sagte sie am Freitag dem "Spiegel".

Auf die Frage, ob sie in einem Team auch eine andere Aufgabe annehmen würde, sagte Teuteberg: "Im Moment stellt sich die Frage nicht. Ich übernehme Verantwortung für das, wofür ich gewählt worden bin, nämlich mit 93 Prozent als Generalsekretärin. Das übe ich aus, nach bestem Wissen und Gewissen." Teuteberg war erst im April 2019 mit 92,8 Prozent zur Generalsekretärin gewählt worden, auf Lindners Vorschlag.

Unklare Ansagen vom Parteichef

Vor zwei Wochen hatte Parteichef Christian Lindner auf die Frage nach einer vorzeitigen Ablösung Teutebergs wenig eindeutige Worte gefunden. Sie sei "Teil eines starken Teams", sagte er vergangene Woche im Sommerinterview mit der ARD. Er ließ aber offen, in welcher Position. Ansonsten bitte er um Verständnis, dass er sich "an Personalspekulationen, die von außen an unsere Partei herangetragen werden" nicht beteiligen wolle. Er war nach der Kritik gefragt worden, Teuteberg setze zu wenig eigene Akzente.

Auf die Frage, ob sie erklären könne, was ihr an Lindner "so richtig auf die Nerven" gehe, sagte Teuteberg nun im Gespräch mit dem "Spiegel": "Nein, das kann ich nicht. Wir sind ein gutes Team, sowohl wir zwei als auch der Bundesvorstand insgesamt." Die Umfragewerte für ihre Partei - derzeit zwischen fünf und sieben Prozent - sorgten für manche Nervosität, fügte sie hinzu. Das könne sie "menschlich verstehen, aber ich lasse mich davon nicht anstecken", so Teuteberg.

Auch Parteichef Lindner scheint aus den schlechten Werten keine persönlichen Konsequenzen ziehen zu wollen. "Ich mache meine Arbeit in der Politik mit großer Leidenschaft. Ich bin dankbar, dass mir die Wähler schon sechsmal das Vertrauen für ein Mandat geschenkt haben", sagte er vergangene Woche den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er habe "mit der FDP noch einiges vor".

Quelle: ntv.de, bdk