Politik

Laschet stärker als Baerbock Triell-Zuschauer sehen Scholz wieder vorn

SPD-Kandidat Scholz landet auch beim letzten TV-Triell in der Gunst der Zuschauer vorn. Besser als in den bisherigen Sendungen schlägt sich laut einer Forsa-Befragung CDU-Mann Laschet. Er kann zum ersten Mal Grünen-Kandidatin Baerbock hinter sich lassen.

Nach einer ersten Umfrage geht SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz erneut als klarer Sieger aus dem dritten Triell hervor. In der Forsa-Befragung für ProSieben, Sat.1 und Kabeleins nach Abschluss der Sendung erklärten 42 Prozent, der Vizekanzler habe das Triell gewonnen. Auf dem zweiten Platz landet CDU-Kandidat Armin Laschet mit 27 Prozent. Grünen-Chefin Annalena Baerbock kam knapp dahinter auf 25 Prozent. 6 Prozent waren unschlüssig. Für die Umfrage befragte Forsa nach Senderangaben 2291 wahlberechtigte Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Umfrage bezieht sich somit nicht auf alle Wahlberechtigten in Deutschland, sondern nur auf die TV-Zuschauer.

Laschet gelang es damit im Gegensatz zu den vorherigen Sendungen stärker abzuschneiden als Baerbock. Nach der Sendung vor einer Woche bei ARD und ZDF gaben nur 20 Prozent an, Laschet als Sieger zu sehen, 26 Prozent sahen da Barbock vorn, 30 Prozent Scholz. Ähnlich lief das Triell bei ntv und RTL Ende August. Auch da lag Scholz vorn, gefolgt von Baerbock und Laschet.

Das dritte Triell war zugleich der letzte Teil dieser Formatreihe vor der Bundestagswahl, bei der sich die Sender bei der Ausrichtung abwechselten. Durch die Sendung führte die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin und heutige ProSieben-Moderatorin Linda Zervakis und die Sat.1-Moderatorin Claudia von Brauchitsch. Scholz sowie Laschet und Baerbock hoben dabei ihre unterschiedlichen Positionen bei Klima-, Steuer- und Sozialpolitik hervor.

Es wurde an mehreren Stellen insbesondere in sozialen Fragen Übereinstimmung zwischen Scholz und Baerbock deutlich. Sie setzten sich hier erkennbar von Laschet ab. Wesentlich neue Erkenntnisse brachte die sehr sachlich ausgetragene Debatte nicht. Laschet, Scholz und Baerbock wiederholten weitgehend ihre Positionen aus zahlreichen Wahlkampfreden und aus den beiden vorherigen Triells.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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