Politik

Erst Peitsche, dann Zuckerbrot Trump ist "offen für Gespräche" mit Iran

Laut Donald Trump haben die USA in den vergangenen Tagen den Druck auf den Iran noch einmal erhöht, etwa durch verschärfte Wirtschaftssanktionen. Der US-Präsident ist überzeugt, dass das Land dadurch bald zu Verhandlungen bereit sei.

US-Präsident Donald Trump setzt weiterhin darauf, dass der von ihm ausgeübte Druck auf den Iran die dortige Führung an den Verhandlungstisch bringen wird. "Ich bin mir sicher, dass der Iran bald reden will", so Trump. Die USA hatten in den vergangenen Tagen ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran nochmals verschärft und zudem ihre Truppenpräsenz im Nahen Osten verstärkt.

*Datenschutz

Trump verband diese zusätzlichen Druckmaßnahmen aber auch schon in den vergangenen Tagen mit Signalen der Gesprächsbereitschaft. Er sei "offen für Gespräche", sagte er etwa am vergangenen Donnerstag.

Streitpunkt: Nuklearprogramm

Der US-Präsident fordert von Teheran Konzessionen beim iranischen Nuklearprogramm, die weit über das von ihm vor einem Jahr aufgekündigte Atomabkommen von 2015 hinausgehen. Auch verlangt er Begrenzungen des iranischen Raketenprogramms und einen Stopp der iranischen Interventionen an den diversen Konfliktherden im Nahen Osten.

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran hatten rund um den Jahrestag von Trumps Aufkündigung des Atomabkommens zugenommen, der am Mittwoch vergangener Woche war. Die US-Regierung verhängte Sanktionen gegen den iranischen Bergbau- und Stahlsektor, Teheran kündigte an, bestimmte Auflagen aus dem Atomabkommen nicht mehr einzuhalten.

Die US-Regierung entsandte zudem unter anderem einen Flugzeugträger und eine Staffel von Kampfflugzeugen in den Nahen Osten. Dies begründete sie mit einer von dem Iran ausgehenden "Bedrohung", die sie aber nicht genau beschrieb. Zuletzt ließ das US-Außenministerium wegen dieser "unmittelbaren Bedrohung" einen Großteil seiner Diplomaten aus dem Irak abziehen. Regierungsmitarbeiter in Washington sagten, die Gefahr gehe von irakischen Milizen aus, die von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert würden.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP/dpa

Mehr zum Thema