Politik
Die Presse befragt US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.
Die Presse befragt US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.(Foto: AP)
Dienstag, 06. März 2018

Annäherung von Nord und Süd: Trump sieht Korea-Treffen "sehr positiv"

Ende April wollen der nordkoreanische Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon persönlich über das nordkoreanische Atomprogramm sprechen. US-Präsident Trump reagiert positiv, merkt aber auch an, dass die USA sich alle Optionen offen halten werden.

US-Präsident Donald Trump hat erfreut auf das geplante Gipfeltreffen von Nordkorea und Südkorea reagiert. "Sie scheinen sich positiv zu verhalten, aber wir werden sehen", sagte Trump im Weißen Haus. Die Stellungnahmen aus Nord- und Südkorea seien zumindest "sehr positiv". "Zumindest rhetorisch haben wir mit Nordkorea einen weiten Weg zurückgelegt", fügte Trump hinzu.

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"Eine Annäherung zwischen den beiden verfeindeten Staaten und eine Entschärfung des Atomstreits "wären eine großartige Sache für die Welt, eine großartige Sache für Nordkorea, eine großartige Sache für die Halbinsel, aber wir werden sehen, was passiert", fügte Trump hinzu. Er stellte aber klar, dass sich die US-Regierung weiter alle Optionen offen halte. "Wir werden etwas tun, so oder so werden wir etwas tun und die Situation nicht weiter gären lassen."

Das Gipfeltreffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In soll nach Angaben aus Seoul Ende April stattfinden. Demnach ist Nordkorea bereit, im Gegenzug für Sicherheitsgarantien auf sein Atomprogramm zu verzichten.

"Die Welt schaut zu und wartet!"

Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong gab die spektakuläre Wendung am Dienstag bekannt, nachdem er sich am Montag gemeinsam mit weiteren ranghohen südkoreanischen Gesandten in Pjöngjang mit Machthaber Kim getroffen hatte. Den südkoreanischen Angaben zufolge machte Nordkorea bei den Gesprächen wichtige Zusagen: Die Führung in Pjöngjang wolle während der Dialogphase seine Atom- und Raketentests stoppen, sagte Chung. Zudem wolle sie auch mit den USA ins Gespräch über die atomare Rüstung kommen.

Trump hatte daraufhin auf Twitter von einem "möglichen Fortschritt" im Ringen um das nordkoreanische Atomprogramm gesprochen. "Zum ersten Mal in vielen Jahren wird eine ernsthafte Anstrengung von allen betroffenen Seiten unternommen", schrieb der US-Präsident.

Trump warnte allerdings auch vor zu hohen Erwartungen. "Die Welt schaut zu und wartet!", kommentierte er die Annäherung zwischen den koreanischen Staaten. Es könne sich aber auch um eine "falsche Hoffnung handeln". Die USA seien bereit, "hart in beide Richtungen" vorzugehen. Damit meinte Trump offenbar die Alternative zwischen diplomatischen und militärischen Mitteln.

Quelle: n-tv.de