Politik

"Wichtige Rolle für Frieden" Trump und Merkel betonen Nato-Bedeutung

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Donald Trump beim Gespräch mit Merkel: Die Miene ist versteinert.

(Foto: REUTERS)

Der mächtigste Mann der Welt telefoniert mit der mächtigsten Frau der Welt. Dabei geht es um wichtige Themen der Weltpolitik, wie zum Beispiel die Lage im Nahen Osten, die Beziehungen zu Russland - und um die Nato.

Der neue US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben in ihrem ersten Telefonat die "fundamentale Bedeutung" der Nato für die transatlantischen Beziehungen und die Bewahrung von Frieden und Stabilität betont. Das Nato-Bündnis müsse sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen. Sie bekräftigten zudem die Absicht, "die ohnehin schon ausgezeichneten bilateralen Beziehungen in den nächsten Jahren noch zu vertiefen", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Es sei zudem eine breite Spanne an weiteren Themen angesprochen worden, wie etwa die Lage im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika und die Beziehungen zu Russland. Beide bekräftigten, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA wichtig für "Zusammenhalt und Sicherheit" ihrer Länder sei. Trump lud Merkel ein, nach Washington zu kommen. Der Meinungsaustausch zwischen Trump und Merkel dauerte 45 Minuten, wie Trumps Pressesprecher Sean Spicer mitteilte.

Trump und Putin wollen gegen Terror vorgehen

Anschließend sprach Trump ebenfalls von seinem Schreibtisch im Oval Office aus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. In dem Gespräch ging es um den Kampf gegen Terroristen. Die USA und Russland wollen nach Moskauer Angaben gemeinsam den internationalen Terrorismus bekämpfen. Dazu vereinbarten die Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin, das Vorgehen gegen den Islamischen Staat und andere Terrormilizen in Syrien zu koordinieren.

Zudem sei es auch um Fragen der strategischen Stabilität, das iranische Atomprogramm, die Lage auf der koreanischen Halbinsel und um die Ukraine gegangen. Trump und Putin planen außerdem offenbar ein Treffen. Wie der Kreml weiter mitteilt, hätten die Präsidenten hätten ihre Stäbe angewiesen, Ort und Zeit eines möglichen Treffens zu klären.

Merkel und Putin - das sind die zwei wichtigsten von insgesamt fünf Gesprächen mit ausländischen Staats-und Regierungschefs, die Trump allein am Samstag anberaumt hatte. Das Gespräch mit Merkel wurde mit besonderer Spannung erwartet, weil Trump in einem Interview Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, als "katastrophalen Fehler" bezeichnet hatte - auch mit Blick auf das Terrorisiko.

Trump telefonierte bereits am Morgen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. In dem Gespräch bekräftigte der US-Präsident dem Weißen Haus zufolge, dass die USA "eisern" an ihrer Verpflichtung festhielten, die Sicherheit Japans zu gewährleisten. Beide Seiten hätten den Wunsch, den bilateralen Handel zu verstärken. Wie es weiter hieß, wird Abe am 10. Februar Trump im Weißen Haus besuchen.

Quelle: ntv.de, fma/dpa/rts