Politik

Mexiko soll Mauer bezahlen Trump will illegale Einwanderer rauswerfen

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Donald Trump will US-Präsident werden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ginge es nach Donald Trump, dann würde eine Mauer zwischen den USA und Mexiko gebaut. Damit will der Präsidentschaftsbewerber illegale Einwanderung eindämmen. Die Kosten dafür soll das Nachbarland tragen.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich für die Abschiebung illegaler Einwanderer ausgesprochen. In einem Positionspapier zur Immigration fordert der Unternehmer zudem den Bau einer Mauer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze, für deren Kosten Mexiko aufkommen soll. Die bisherige automatische Staatsbürgerschaft für in den USA geborene Kinder illegaler Immigranten soll abgeschafft werden, wie aus dem auf Trumps Internetseite veröffentlichten Papier weiter hervorging.

Trump hatte bereits zuvor in einem Interview des Senders NBC gesagt, dass illegale Immigranten "gehen müssen". Dafür werde er im Fall seiner Wahl zum Präsidenten sorgen. Familien würden nicht auseinandergerissen, "aber sie müssen gehen". In den USA leben Schätzungen zufolge elf Millionen Ausländer ohne Papiere.

Trump führt laut Umfragen derzeit das 17-köpfige republikanische Bewerberfeld für die Wahl 2016 an. Mit seiner Position zur Immigration steht er rechts von den meisten seiner innerparteilichen Konkurrenten. So will Trump beispielsweise auch, dass alle in den USA straffällig gewordenen Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Trump hatte nach seiner Ankündigung, Präsident der USA werden zu wollen, gesagt, die aus Mexiko kommenden Menschen seien nicht immer die besten Mexikaner: "Sie haben viele Probleme. Sie bringen Drogen mit. Sie bringen Verbrechen mit. Da gibt es Vergewaltiger und einige, glaube ich, sind gute Leute."

Trotz seiner Kritik an Einwanderern sieht Trump die Latinos in den USA auf seiner Seite. "Ich glaube, ich werde die Stimmen der Hispanics gewinnen. Ich habe eine gute Beziehung zu ihnen", hatte er Ende Juli gesagt.

Quelle: ntv.de, jga/dpa