Politik

Im Nordirak Türkei fliegt Luftangriffe

Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben aus dem Militär Angriffe auf vermutete Stellungen der kurdischen PKK im Nordirak geflogen. Die Maschinen hätten bei einem Aufklärungsflug im Grenzgebiet mutmaßliche PKK-Kämpfer ausgemacht und angegriffen, sagte ein ranghoher Militär. Es sei ein begrenzter Einsatz gewesen.

Auch der kurdische Grenzschutz berichtete von einem türkischen Luftangriff. Es sei niemand verletzt worden, weil die betroffenen kurdischen Dörfer nach früheren türkischen Bombardements geräumt worden seien. Das US-Militär im Irak erklärte, es sei von der Türkei über den Aufklärungsflug informiert worden, wisse aber nichts von Angriffen.

Das türkische Militär geht seit einigen Wochen gegen PKK-Kämpfer vor, die in den Kurdengebieten im Nordirak Unterschlupf gefunden haben. Der Generalstab teilte mit, beim ersten Luftangriff seien am 16. Dezember bis zu 175 PKK-Kämpfer getötet worden. Die Offensive sei gegen mehr als 200 Ziele gerichtet gewesen. Unter anderem hätten drei Kommando- und zwei Kommunikationszentralen Volltreffer erhalten.

Ministerpräsident Tayyip Erdogan verteidigte den Militäreinsatz. Die Luft- und Bodenoperationen seien vom Völkerrecht gedeckt, sagte Erdogan vor Funktionären seiner regierenden AKP-Partei.

Quelle: ntv.de