US-Wahl

Minnesota, Missouri und Colorado Santorum mischt Vorwahlen auf

Er sah bereits wie der unglückliche Dritte im Kampf zwischen Romney und Gingrich aus. Doch mit seinen unerwarteten Siegen in Minnesota, Missouri und Colorado katapultiert sich der konservative Ex-Senator Santorum zurück ins Rennen. Seine Mitbewerber Romney und Gingrich erleben hingegen einen enttäuschenden Wahlabend.

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Rick Santorum meldet sich zurück im Rennen um die US-Präsidentschaft.

(Foto: REUTERS)

Mit Erfolgen in Minnesota, Missouri und Colorado hat Außenseiter Rick Santorum die Vorwahlen zur Kür des republikanischen Präsidentschaftskandidaten in den USA aufgemischt. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen im Bundesstaat Colorado holte er auch dort den Sieg über Favorit Mitt Romney.

Nach Auszählung von 89 Prozent der Wahlzettel kommt Santorum dort auf 38 Prozent der Stimmen. Romney erhielt 36 Prozent. Der bislang als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul (12 Prozent).

In Minnesota kam Santorum nach Auszählung von 86 Prozent der Stimmen auf etwa 45 Prozent. An zweiter Stelle lag überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit 27 Prozent. Romney kam nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Gingrich auf 11 Prozent.

In Missouri konnte Santorum sogar 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Romney kam hier auf 25 Prozent und Ron Paul auf 12 Prozent. Gingrich stand nicht auf den Wahlzetteln. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

Santorum bringt sich mit seinem Dreifachsieg wieder als konservative Alternative zu Romney in Stellung. Diese Position hatte bisher Newt Gingrich für sich in Anspruch genommen, vor allem nach seinem Sieg in South Carolina.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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