Politik

Iran rüstet Schiffe auf USA fürchten Selbstmordattacken

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Iranisches Kriegsschiff bei einem Manöver in der Straße von Hormus.

(Foto: REUTERS)

Der Iran spielt in der Straße von Hormus mit den Muskeln. Nach der Ankunft von US-Flugzeugträgern rüstet Teheran die Flotte auf. So versieht der Iran einige seiner wendigen Angriffsboote mit großen Sprengköpfen. Nach Einschätzung des US-Flottenkommandos könnten damit verheerende Selbstmordattentate verübt werden.

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US-Vize-Admiral Mark Fox

(Foto: REUTERS)

Der Iran hat nach Einschätzung der US-Marine Schiffe für Selbstmordangriffe im Persischen Golf ausgerüstet. "Der Iran hat die Zahl seiner U-Boote erhöht, er hat die Zahl seiner schnellen Angriffsboote erhöht", sagte Vize-Admiral Mark Fox, Kommandeur der US-Marinestreitkräfte in der Region. "Einige der kleineren Schiffe wurden mit einem großen Sprengkopf ausgerüstet, der als Selbstmordbombe benutzt werden kann." Fox ist Chef der fünften Flotte, die unter anderem die Straße von Hormus überwacht, und sprach auf dem Stützpunkt der Einheit in Bahrain.           

Der Iran hat im Konflikt um sein Atomprogramm damit gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch die Meerenge wird ein großer Teil des arabischen Öls für den Weltmarkt verschifft. Erst kürzlich hatten die USA ihre Präsenz im Persischen Golf verstärkt.

Der seit Jahren schwelende Atomstreit hatte sich zuletzt verschärft. Die Europäische Union (EU) will ab Juli kein Öl mehr aus dem Iran einführen und hat die Einlagen der iranischen Zentralbank eingefroren. Damit verschärft die EU bisherige Maßnahmen, um die mutmaßlichen Arbeiten des Irans an einer Atombombe noch rechtzeitig zu stoppen.

Das Ölexportland Iran beteuert, die Atomkraft zu zivilen Zwecken wie der Energiegewinnung nutzen zu wollen. Erst am Wochenende hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad einen Durchbruch beim Atomprogramm angekündigt. "In den nächsten Tagen wird der Iran der Welt einen sehr wichtigen und sehr maßgeblichen Fortschritt im Nuklearbereich vorstellen", sagte Ahmadinedschad. Er bezog sich damit vermutlich auf die Inbetriebnahme einer Anlage in Fordo zur Anreicherung von Uran auf 3,5 Prozent, vier und 20 Prozent. Das reicht nicht für Atomsprengsätze.

Quelle: ntv.de, rts/dpa