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Sorge vor Terroranschlägen USA geben Reisewarnung heraus

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Das Haus von US-Außenminister John Kerry warnt Reisende Amerikaner vor einer Terrorgefahr.

(Foto: AP)

Erst werden einige US-Botschaften angewiesen, ihre Türen am Sonntag zu schließen. Nun schlagen die USA richtig Alarm und geben eine weltweite Reisewarnung heraus. Der Grund: Es gebe Hinweise auf von Al-Kaida geplante Terroranschläge.

Die USA haben ihre Bürger vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika vor der Gefahr von Anschlägen gewarnt. Es gebe Hinweise, dass Al-Kaida oder verbündete Terroristenorganisationen Anschläge planten, teilte das US-Außenministerium mit und gab deshalb eine weltweite Reisewarnung heraus. Besondere Gefahr droht demnach bis Ende August.

Die Anschläge könnten insbesondere im Nahen Osten und in Nordafrika geschehen und sich womöglich auf der Arabischen Halbinsel ereignen oder von dort ausgehen, erklärte das Außenministerium. "Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass Al-Kaida und verbündete Organisationen weiterhin Terroranschläge in der Region und darüber hinaus planen", hieß es. Die Terroristen könnten besondere US-Ziele und den öffentlichen Verkehr ins Visier nehmen. Aber auch Touristen seien gefährdert.

Erst am Vortag hatte das Ministerium ohne Angabe von Gründen und ohne die Nennung von Ländern erklärt, vorsichtshalber würden an diesem Sonntag mehrere Botschaften und Konsulate der USA geschlossen. "Das Außenministerium hat bestimmte Botschaften und Konsulate angewiesen, am Sonntag, den 4. August geschlossen zu bleiben oder den Geschäftsverkehr zu unterbrechen", sagte Ministeriumssprecherin Marie Harf in Washington. Einige der diplomatischen Vertretungen könnten auch darüber hinaus geschlossen bleiben.

Keine Warnung vom Auswärtigen Amt

Ein hochrangiger Mitarbeiter erklärte, betroffen seien Botschaften, die normalerweise sonntags geöffnet seien. Dies sind vor allem Gesandtschaften in muslimischen Ländern, aber auch in Israel. Der Sonntag ist der Beginn der Arbeitswoche in vielen muslimischen Ländern. In den USA sind die meisten Regierungsgebäude dagegen sonntags geschlossen.

Der TV-Sender CBS News berichtete, die befristeten Schließungen der Botschaften stünden in Zusammenhang mit Geheimdienst-Erkenntnissen, nach denen das islamistische Al-Kaida-Netzwerk einen Anschlag auf eine US-Vertretung in muslimischen Ländern plane. Nach dem Bericht haben die Geheimdienste jedoch keinen konkreten Ort genannt, der Ziel eines Angriffs werden könnte.

Die USA lassen besonders seit dem Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi im September vergangenen Jahres äußerste Vorsicht walten. Bei dem Angriff waren der Botschafter Chris Stevens sowie drei seiner Mitarbeiter getötet wurden.

Das Auswärtige Amt veränderte seine Sicherheitshinweise für deutsche Staatsbürger zunächst nicht. Die Situation werde laufend und in enger Abstimmung auch mit den USA überprüft, hieß es unmittelbar nach der US-Warnung aus dem Ministerium. "Sollte es zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage in einem Land oder in einer Region kommen, wird darauf entsprechend reagiert."

Quelle: n-tv.de, dpa/rts/AFP

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