Politik

Ausbildung der Truppen USA schicken 1500 Soldaten in Irak

328ACE006CB04C45.jpg2843360700306654937.jpg

Obama schickt 1500 Soldaten in den Irak.

(Foto: AP)

Noch immer kontrollieren fanatische Anhänger des Islamischen Staates weite Teile des Irak und Syriens. Die stärkste Militärmacht der Welt weitet ihre Anstrengungen aus und entsendet weitere Einheiten in die Region. Kämpfen sollen die GIs dort nicht.

Die USA schicken 1500 weitere Soldaten in den Irak, um die irakischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu beraten und auszubilden. An Kampfhandlungen sollen sie aber nicht teilnehmen, betonte Pentagonsprecher John Kirby.

Die Truppen sollten in den kommenden Monaten ins Land geschickt werden. Präsident Barack Obama habe den Schritt auf Empfehlung von Verteidigungsminister Chuck Hagel hin genehmigt. Über das Land verteilt sollen laut Hagel zahlreiche Ausbildungslager entstehen, die dann auch von Verbündeten der USA mit eigenen Truppen unterstützt werden sollen.

Ein ranghoher irakischer Polizist und drei seiner Kollegen waren zuletzt bei einem Anschlag in der zwischen Armee und Dschihadisten umkämpften Stadt Baidschi getötet worden. Ein Selbstmordattentäter riss den General Faisal Ahmed und die drei anderen Polizisten an einer Straßensperre mit in den Tod, wie Regierungsvertreter mitteilten. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, als der Täter seinen mit Sprengstoff beladenen Tanklastwagen explodieren ließ. Drei weitere Anschlagsversuche in der näheren Umgebung seien gescheitert.

Stadt teilweise zurückerobert

Das tödliche Attentat ereignete sich in dem Viertel Al-Sinai, das die irakischen Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben vor einer Woche von der Dschihadistengruppe zurückerobert hatten. Die strategisch wichtige Stadt im Nordirak war im Juni von den IS-Kämpfern eingenommen worden. Wenige Stunden vor dem Anschlag hatte die irakische Armee verkündet, inzwischen wieder "mehr als 70 Prozent" von Baidschi zu kontrollieren. Über zahlreichen öffentlichen Gebäuden wehe inzwischen wieder die irakische Flagge, um die weitere Rückeroberung der Stadt werde gekämpft, teilte das Militär mit.

Baidschi liegt an der Hauptstraße zwischen Tikrit und Mossul unmittelbar südlich der wichtigsten Erdölraffinerie des Landes. Die Rückeroberung der Stadt würde es erleichtern, die Raffinerie zu sichern, die seit Monaten von der Armee gegen wiederholte Angriffe der Dschihadisten verteidigt wird. An der Offensive zur Rückeroberung von Baidschi, die am 31. Oktober begann, sind neben der Armee auch Milizen und Stammeskämpfer beteiligt. Die radikalsunnitische IS-Miliz kontrolliert seit dem Sommer weite Landesteile im Irak und in Syrien.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.