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Auf Platz 1 im "Politbarometer" Umfrage: Habeck ist wichtiger als Merkel

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Robert Habeck.

(Foto: picture alliance/dpa)

Überraschung im ZDF-Politbarometer: Zum ersten Mal verdrängt Habeck Kanzlerin Merkel vom Spitzenplatz der wichtigsten Politiker. Der Grünen-Vorsitzende wird bei den Deutschen immer beliebter. Auch seine Partei kann weiter an den Erfolg anknüpfen.

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck führt erstmals die Liste der wichtigsten Politiker im ZDF-"Politbarometer" an. Habeck verdrängt in der neuen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Spitzenplatz. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält Habeck einen Durchschnittswert von 1,4, vor zwei Wochen lag er bei 1,2.

Merkel verliert leicht und kommt somit auf 1,3 (1,4). Den dritten Rang teilen sich Bundesaußenminister Heiko Maas von der SPD, Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sowie Annegret Kramp-Karrenbauer mit jeweils einem Wert von 0,8. Die CDU-Vorsitzende legt wieder leicht zu, nachdem sie in der Befragung vor zwei Wochen von einem Beliebtheitswert von 1,4 auf 0,7 eingebrochen war.

Auf den folgenden Plätzen liegen der FDP-Vorsitzende Christian Lindner mit unverändert 0,4, Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit 0,3 (zuvor minus 0,1) und der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit 0,0. Im Negativbereich bleiben die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, die mit minus 0,1 (zuvor minus 0,4) aber klar zulegt und CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer mit einem unveränderten Wert von minus 0,9.

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 30 Prozent (minus eins) und die SPD auf 15 Prozent (minus eins). Die AfD könnte auf 13 Prozent (plus eins) zulegen, ebenso die FDP auf neun Prozent (plus eins) und die Linke auf neun Prozent (plus eins). Die Grünen kämen unverändert auf 19 Prozent und die anderen Parteien zusammen lägen bei fünf Prozent (minus eins). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit.

Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1325 Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich liegt bei bis zu drei Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de, hny/AFP

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