Politik

Nur wenige Wochen vor der WahlUmfrage sieht Linke in Berlin klar vorn

22.08.2026, 07:56 Uhr
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Das-Rotes-Rathaus-der-Amtssitz-des-Regierenden-Buergermeisters-von-Berlin-und-der-Senatskanzlei
Das Rote Rathaus, der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und der Senatskanzlei. (Foto: picture alliance/dpa)

Wer folgt auf Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner? Einer jüngsten Umfrage zufolge läuft alles auf die linke Spitzenkandidatin Elif Eralp hinaus. CDU und AfD liegen demnach gleichauf. Für die SPD sieht es trübe aus.

Einen Monat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sieht eine Umfrage die Linkspartei vorne. In einer Erhebung des Instituts Forsa für T-Online kommt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent. Auf dem zweiten Platz landen CDU und AfD mit jeweils 18 Prozent. Die Grünen liegen bei 16 Prozent, die SPD kommt auf 12 Prozent.

BSW und FDP würden es der Umfrage zufolge mit 4 und 3 Prozent nicht ins Landesparlament schaffen. Die Menschen in Berlin wählen am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus und entscheiden damit über die nächste Landesregierung. Derzeit regiert eine Koalition aus CDU und SPD.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner tritt nicht mehr an. Der CDU-Politiker war nach der Affäre um sein Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Januar vor einigen Wochen als Spitzenkandidat zurückgetreten. Stattdessen schickt die CDU nun Finanzsenator Stefan Evers ins Rennen.

Welche Koalitionen sind möglich?

Mehrere Institute hatten zuletzt Umfragen veröffentlicht, darin wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab. Vor einer Woche etwa war eine Erhebung des Instituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung veröffentlicht worden, in der die CDU auf 20 Prozent und die Linke auf 19 Prozent kam.

Bei der Regierungsbildung würde es auch der neuen Umfrage zufolge nicht mehr für ein Zweierbündnis reichen. Denkbar wäre demnach eine Koalition aus Linke, Grünen und SPD - laut T-Online in der Umfrage das beliebteste Bündnis - oder auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD.

Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 1.535 Personen im Zeitraum vom 4. bis 18. August befragt, die Daten seien bei einer Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten repräsentativ. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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