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Vorwürfe gegen CSU-Minister Uni Regensburg prüft Müllers Doktorarbeit

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Sieht sich Plagiatsvorwürfen ausgesetzt: Entwicklungsminister Gerd Müller.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein bekannter Plagiatsjäger behauptet, dass Entwicklungsminister Gerd Müller Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat. Während die Universität Regensburg die Dissertation überprüft, bleibt der CSU-Politiker gelassen und weist die Vorwürfe von sich.

Die Universität Regensburg überprüft aufgrund von Plagiatsvorwürfen die Doktorarbeit von Entwicklungsminister Gerd Müller. Wie die "Bild"-Zeitung und die Zeitung "Die Welt" übereinstimmend berichten, soll Müller im Verdacht stehen, eine Textpassage seiner Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. "Da gibt es handwerkliche Fehler", sagte Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder der "Bild"-Zeitung. Heidingsfelder hatte 2011 Plagiate in der Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg nachgewiesen.

Müllers Sprecherin wies die Vorwürfe als "nicht nachvollziehbar" zurück und teilte mit, dass der CSU-Politiker es begrüße, dass sich der Ombudsmann der Universität Regensburg der Vorwürfe annehme, schließlich werde dies "für Klarheit sorgen". Bei der fraglichen Textpassage im theoretischen Teil der Doktorarbeit sei die Quellenangabe eindeutig vermerkt worden. Es handele sich um eine Arbeit von Wolfgang Hackel aus dem Jahr 1978.

Müller hatte seine Doktorarbeit mit dem Titel "Die Junge Union Bayern und ihr Beitrag zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung" 1987 in Regensburg eingereicht.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/AFP

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