Politik

Demonstration auf Ostseeinsel Usedom wehrt sich gegen Fracking

3i3s0855.jpg5741734964029028141.jpg

Rund 500 Menschen demonstrieren auf Usedom gegen Fracking.

(Foto: dpa)

Die Ostseeinsel Usedom lebt vom Tourismus - denn die Besucher schätzen die schöne Natur. Doch das Paradies könnte bedroht sein. Die Bewohner befürchten Fracking-Bohrungen einer Erdölfirma. Hunderte gehen auf die Straße.

3i3s0630.jpg5239961289783218214.jpg

Demonstrierte auch mit: "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe.

(Foto: dpa)

Rund 500 Menschen haben in Zinnowitz auf Usedom gegen eine Erdölförderung durch Fracking protestiert. Sie gehen davon aus, dass die deutsch-kanadische Erdölfirma Central European Petroleum bei Barth und auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Methode Öl fördern will.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Für Barth hat das Bergamt Stralsund eine Testförderung genehmigt. Auf Transparenten und Plakaten waren Slogans wie "Keine Chemie in unserer Erde" und "Fracking vergiftet ihren Wahlkreis" geschrieben. Die Demonstranten bekamen prominente Unterstützung: "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe marschierte ebenfalls mit.

Zu der Demonstration hatten Grüne, Linke und eine Bürgerinitiative aufgerufen. Sie befürchten, dass der Einsatz von Chemikalien bei der Förderung und die Entsorgung des Abwassers das Grundwasser gefährden könnte. Nach Angaben von Central European Petroleum sind die verwendeten Flüssigkeiten nicht wassergefährdend. Die praktizierte Methode sei seit Jahrzehnten bewährt und nicht vergleichbar mit dem umstrittenen Fracking in den USA.

Die Demonstranten haben auch die Rückendeckung der Bundesumweltministerin. Barbara Hendricks erteilte Anfang des Monats der Förderung von Schiefergas aus tiefen Gesteinsschichten in Deutschland eine Absage. "Anders als die USA ist unser Land kleinräumig strukturiert und dicht besiedelt. Schon deswegen halte ich eine umweltverträgliche kommerzielle Anwendung der Fracking-Technologie bei uns für Wunschdenken", sagte die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse".

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

Mehr zum Thema