Politik

Krieg gegen Frauen Vergewaltigung als Strategie

Der UN-Sicherheitsrat hat ein Ende der sexuellen Gewalt gegen Frauen und Mädchen bei bewaffneten Konflikten gefordert. In der in New York einstimmig verabschiedeten Resolution 1820 forderte das UN-Gremium alle Kriegsparteien auf, "sofort jede Form von sexueller Gewalt gegen Zivilisten einzustellen und Maßnahmen zum Schutz zu ergreifen".

Indirekt drohte der Sicherheitsrat damit, die Schuldigen vor das Internationale Strafgericht in Den Haag zu bringen. In seiner Entschließung weist er ausdrücklich darauf hin, dass Vergewaltigungen und andere Formen der sexuellen Gewalt als "Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Bestandteil des Völkermordes" geahndet werden könnten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird zur Ausarbeitung eines Aktionsplans aufgefordert, um Informationen zu sammeln und den Rat zu informieren.

Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen des Gegners gehören in vielen Teilen der Welt zur Kriegsstrategie. US-Außenministerin Condoleezza Rice, unter deren Leitung der UN-Rat tagte, nannte als Beispiele die Demokratische Republik Kongo, die westsudanesische Krisenregion Darfur sowie Birma. Die Resolution werde einen Weg schaffen, um "diese Grausamkeiten" ans Tageslicht zu bringen, sagte sie.

Quelle: ntv.de

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