Politik

Moussaoui beschuldigt FBI Von Terrorplänen gewusst

Der bisher einzige als Hintermann der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA angeklagte Verdächtige hat erklärt, dass die US-Bundespolizei FBI ihn und die 19 Attentäter schon einige Zeit vorher beobachtet hatte. In handschriftlichen Eingaben an US-Bezirksrichterin Leonie Brinkema erklärte der 34-jährige Franzose Zacarias Moussaoui, er wolle dem Kongress über Wissen und Verantwortung des FBI für die Anschläge direkt berichten.

Die US-Regierung wies Moussaouis bereits mehrfach wiederholte Angaben zurück, sie habe vor den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und dem Pentagon in Washington Hinweise auf entsprechende Aktivitäten von Terroristen gehabt. Moussaoui wurde im vergangenen August verhaftet, nachdem seine Ausbilder bei einer amerikanischen Flugschule den Behörden sein verdächtiges Verhalten gemeldet hatten.

Moussaoui erklärte, die Behörden hätten sich dafür entschieden, ihn statt Hani Hanjour zu verhaften, von dem vermutet wird, dass er eines der entführten Passagierflugzeuge auf das US-Verteidigungsministerium steuerte. "Sie haben mich und nicht Hanjour verhaftet, der einige Wochen vor mir auf der Pan-Am-Flugschule war, weil sie wussten, dass ich nicht zu den 19 Entführern gehöre und diese deshalb (von meiner Festnahme) nicht alarmiert sein würden", schrieb Moussaoui, der sich vor dem Gericht in Alexandria im US-Staat Virginia selbst verteidigt.

Die US-Regierung habe "zynisch den 11. September zugelassen, um Afghanistan zerstören zu können", erklärte Moussaoui. Die Geschäftsführerin der inzwischen nicht mehr existierenden JetTech-Flugschule, die zur Pan-Am-Flugakademie gehörte, hatte nach eigenen Angaben die Bundesflugaufsicht im Januar und Februar 2001 mehrmals auf ein verdächtiges Verhalten Hanjours hingewiesen.

Quelle: ntv.de