Politik

Verfolgung von Straftätern WLAN-Hotspots sollen überwacht werden

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Müssen mit Überwachungstechniken versehen werden: öffentliche WLAN-Hotspots mit mehr als 10.000 Teilnehmern.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Auf Hotspot-Daten können Ermittlungsbehörden bislang nicht zugreifen. Telefonate, die via WLAN geführt werden, entgehen ihnen daher zwangsläufig. Das wird sich ändern, sagt die Bundesnetzagentur. Und zwar schon bald.

Beim Abhören von Telefon- und Internetanschlüssen wird nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" eine bestehende Lücke geschlossen: Bis zum 31. März 2016 müssen demnach in öffentlichen WLAN-Hotspots mit mehr als 10.000 Teilnehmern alle erforderlichen Überwachungstechniken eingebaut werden. Das Magazin beruft sich auf eine ihm vorliegende Anordnung der Bundesnetzagentur.

"Aufgrund der stetig zunehmenden Marktanteile ist es notwendig geworden, auch diese Angebote in die Überwachung einzubeziehen", zitiert die "Wirtschaftswoche" aus dem Schreiben der Bundesnetzagentur. Dem Bericht zufolge haben die Ermittlungsbehörden bei der Verfolgung von Straftätern bisher keinen Zugriff auf Hotspot-Daten und können daher weder via WLAN geführte Telefonate abhören noch E-Mails mitlesen.

Bei professionellen Hotspot-Betreibern wie der Deutschen Telekom und Vodafone stoße das Vorhaben auf Widerstand, schreibt das Magazin. Der IT-Branchenverband Bitkom fordert dem Bericht zufolge, dass auch Städte, Gemeinden und Vereine, die verstärkt WLAN-Hotspots aufbauen, einbezogen werden.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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