Politik

Raketen fliegen wieder Waffenruhe hält nur zwei Tage

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Palästinenser untersuchen ein zerstörtes Auto nach einem israelischen Luftangriff.

(Foto: dpa)

Zwei Tage nach Beginn eines Waffenstillstands feuert Israel eine Rakete auf den Gazastreifen ab und tötet nach palästinensischen Angaben ein ranghohes Mitglied der Terrorgruppe Islamischer Dschihad. Zuvor hatten bereits die Palästinenser den Waffenstillstand gebrochen.

Waffenstillstand tritt in Kraft zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen hat offenbar nur zwei Tage gehalten. Bei der Explosion eines Autos starb nach palästinensischen Angaben ein ranghohes Mitglied der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden in der südlichen Stadt Rafah. Nach Angaben eines Sprechers des örtlichen Notdienstes, der von der Hamas geleitet wird, wurde das Auto aus der Luft von der israelischen Armee beschossen. Zwei Menschen seien verletzt worden. Das israelische Militär ließ erklären, man prüfe die Berichte.

Der Angriff erfolgte inmitten eines Waffenstillstandes, den die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas am Sonntag nach einer erneuten Eskalation der Gewalt in der Region verkündet hatte. Aber auch von palästinensischer Seite war die Waffenruhe nicht eingehalten worden: Am Montagabend wurden vom Gazastreifen aus vier Raketen auf Israel abgefeuert.

Israel hatte Ende vergangener Woche mehrere Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen, nachdem am Donnerstag bei Anschlägen nahe dem Badeort Eilat in Südisrael acht Menschen getötet worden waren. Bei den Luftangriffen wurden 15 Palästinenser getötet und 50 weitere verletzt. Auf israelischer Seite wurde ein Mann durch palästinensische Raketenangriffe getötet, mehr als 20 weitere Menschen wurden verletzt.

Quelle: n-tv.de, rts/AFP

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