Politik

Israel erinnert an Gilad Schalit Westerwelle fährt nach Gaza

Israel gedenkt des Soldaten Gilad Schalit, der vor vier Jahren von militanten Palästinensern in den Gazastreifen entführt worden war. Human Rights Watch appelliert an die Hamas, Besuche der Familie sowie von Rot-Kreuz-Vertretern zuzulassen. In Kürze wird Bundesaußenminister Westerwelle in den Gazastreifen reisen.

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Palästinenser warten am Eingang der Moschee auf den Beginn des Freitagsgebets.

(Foto: AP)

Im Streit um die Abriegelung des Gazastreifens schlägt Israel neue Töne an: Außenminister Avigdor Lieberman lud mehrere europäische Außenminister zu einem Besuch in das Palästinensergebiet ein. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nahm die Einladung an. Ein Termin für die Reise steht laut Auswärtigem Amt aber noch nicht fest.

Nach Angaben des italienischen Außenministeriums sprach Lieberman die Einladung am Donnerstag bei einem Treffen mit seinem italienischen Kollegen Franco Frattini in Rom aus. Frattini wolle sich mit seinen "europäischen und internationalen Partnern" absprechen, ehe er eine Antwort übermittele, hieß es.

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Palästinenser protestieren gegen die Mauer um den Gazastreifen. Die israelische Armee bleibt ihnen auf den Versen.

(Foto: dpa)

Israelische Medien berichteten, Lieberman habe vorgeschlagen, dass Frattini eine Delegation mit den Außenministern Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Norwegens anführe. Sie sollen sich demnach ein Bild von der humanitären Lage der Palästinenser in dem Gebiet machen. Kontakte mit der radikalislamischen Hamas sollten allerdings vermieden werden. Westerwelle sagte, es sei ein wichtiges Zeichen, dass die Öffnung des Gazastreifens jetzt auch von der israelischen Regierung mehr und mehr forciert werde.

Immer wieder sperrt sich Israel gegen Aufenthalte ranghoher ausländischer Politiker im Gazastreifen, weil die israelische Regierung befürchtet, dass die Herrschaft der Hamas dadurch legitimiert werden könnte. Erst vergangenes Wochenende hatte Israel Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel einen Besuch im Gazastreifen verwehrt.

Gedenken an Gilad Schalit

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Dieses Foto von Gilad Schalit wurde im Oktober 2009 veröffentlicht.

(Foto: dpa)

Die Blockade des Gazastreifens war im Juni 2006 nach der Verschleppung des israelischen Soldaten Gilad Schalit in den Gazastreifen verhängt und nach der Machtübernahme der Hamas ein Jahr später verschärft worden.

Israel gedachte am Freitag der Verschleppung Schalits vor vier Jahren. In mehreren Städten des Landes gingen Menschen auf die Straße und demonstrierten ihre Unterstützung für den entführten Soldaten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf der Hamas vor, mit der "grausamen und unmenschlichen" Behandlung Schalits gegen Kriegsrecht zu verstoßen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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