Politik

Ex-Chef macht FDP "unsympathisch" Westerwelle stört Alt-Liberale

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Für einige in der Partei immer noch ein rotes Tuch: Guido Westerwelle.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Groll innerhalb der FDP gegen den Ex-Parteichef Westerwelle ist noch immer nicht verzogen. Der ehemalige Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Bauckhage, schiebt dem Außenminister die Schuld am "unsympathischen" Erscheinungsbild der Liberalen zu und fordert seinen Rücktritt. Gerhart Baum schlägt in dieselbe Bresche.

Wegen des Liberale erreichen fünf Prozent ihrer Partei haben liberale Politiker Bundesaußenminister Guido Westerwelle zum Rücktritt aufgefordert. Die Schuld für die niedrigen Umfragewerte liege ganz klar beim langjährigen ehemaligen FDP-Vorsitzenden, meinte der ehemalige rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage in einem Interview mit dem SWR. Westerwelle habe die FDP "zu einer unsympathischen Partei gemacht", schimpfte Bauckhage, der von 1998 bis 2006 dem Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz vorstand.

Früher habe die FDP, auch wenn es "inhaltlich nicht so funktionierte", wenigstens noch zugkräftige Persönlichkeiten vorzuweisen gehabt. "Jetzt haben wir eben Leute wie Westerwelle und Niebel, die nicht die Köpfe sind, die die Leute wählen wollen", ätzte der frühere stellvertretende Ministerpräsident. Westerwelle müsse Konsequenzen ziehen und "jetzt eigentlich anständig zurücktreten". Der langjährige FDP-Chef war nach den Wahlschlappen seiner Partei in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nur von seinem Amt als Parteichef zurückgetreten. Doch auch unter ihrem neuen Parteichef Philipp Rösler verharren die Liberalen seit Monaten im Umfragetief.

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum kritisierte Westerwelles Haltung in der Libyen-Frage. Der Außenminister müsse endlich die Rolle der NATO-Alliierten beim Zusammenbruch des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi anerkennen, forderte der FDP-Politiker mit Blick auf die deutsche Enthaltung zu dem Militäreinsatz im UN-Sicherheitsrat im "Spiegel". "Der ständige Verweis auf die von Deutschland unterstützten Sanktionen, die angeblich das Regime erschüttert haben, ist rechthaberisch." Die FDP hätte auf ihrem Parteitag im Frühjahr die Ära Westerwelle "auch personell konsequent beenden müssen, dazu waren leider die Jungen in meiner Partei nicht bereit".

Quelle: n-tv.de, AFP

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