Ratgeber

Fertige Hollandaise-Saucen im Check Alles drin, was nicht reingehört

Viel Wasser und Pflanzenöl, ein bisschen Geschmacksverstärker, verschiedene Aromen, Zusatzstoffe und Farbstoffe – fertig ist die Sauce Hollandaise. Das ist grob zusammengefasst das Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentralen Hamburg und Niedersachsen.

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Viel mehr Zutaten braucht man für eine selbstgemachte Sauce Hollandaise nicht.

(Foto: Reiner Rosenwald, pixelio.de)

Die Verbraucherschützer haben nachgeschaut, was wir uns mit fertigen Hollandaise-Saucen in der Spargelzeit antun. Dabei wurden die sieben wichtigsten Marken der Fertigsaucen unter die Lupe genommen. Mit im Check: Knorr Sauce Hollandaise, Kania Sauce Hollandaise (Lidl), Thomy Les Sauces Hollandaise, Feine Sauce Hollandaise (Aldi Nord), Lukull Sauce Hollandiase, Sauce à la Hollandaise und Meggle die Sauce Hollandaise.

Alle untersuchten Produkte gaukeln den Verbrauchern eine bessere Qualität vor als tatsächlich vorhanden. So ersetzen fast alle Anbieter die für die Sauce Hollandaise charakteristische Butter durch billigeres Pflanzenöl. Zudem sind die Eigelbgehalte mit 5 Prozent und weniger gegenüber einer echten Sauce Hollandaise zu gering. Die muss es nämlich auf mindestens 15 Prozent Eigelb bringen.

Butteraroma statt Butter

Als besonders dreist bezeichnen die Verbraucherschützer den Einsatz des Butteraromas Diacetyl, um den Geschmack echter Butter zu imitieren. In einer Untersuchung wurde dieses Aroma bei den Produkten der Firmen Nestlé (Thomy), Unilever (Lukull, Knorr) und bei der Eigenmarke von Lidl (Kania) gefunden. Die Hersteller betreiben nach Auffassung der Verbraucherzentrale mit diesen Imitaten Qualitätsdumping. Auch in der Gastronomie würden häufig Fertigprodukte eingesetzt.

Dabei ist es gar nicht schwer, eine Sauce Hollandaise selbst zu machen. Man nehme 3 Eigelbe, je einen Esslöffel Fleisch- oder Gemüsebrühe, Weißwein, Zitronensaft, eine bisschen Salz und Pfeffer und 125 Gramm Butter. Alles bis auf die Butter in einem Schneebesen schaumig schlagen und anschließend im heißen Wasserbad die Butter löffelweise darunter schlagen.

Quelle: n-tv.de, akl