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Rücktritt vom Arbeitsvertrag Darf man vor dem Jobstart kündigen?

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Eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ist möglich, wird jedoch oft bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen.

(Foto: imago/JuNiArt)

Manchmal antwortet der favorisierte Arbeitgeber erst dann auf eine Bewerbung, wenn der Arbeitsvertrag bei einem anderen bereits unterschrieben ist. Im neuen Job dann einfach nicht zu erscheinen, sollten sich Bewerber keinesfalls erlauben. Das kann viel Geld kosten.

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ein Bewerber einen Arbeitsvertrag unterzeichnet und dann doch wieder abspringt. Oft hat sich einfach eine "bessere" Möglichkeit ergeben. Manchmal bemerkt der bisherige Chef auch, dass sein Mitarbeiter den Job wechseln will und bietet ihm eine Gehaltserhöhung an.

Doch kann man einfach so von einem unterschriebenen Arbeitsvertrag zurücktreten? Die Antwort ist: ja, allerdings muss dafür eine schriftliche Kündigung seitens des Arbeitnehmers eingereicht werden. Die Kündigungsfrist beträgt meistens vier Wochen zum 15. oder Ende des Monats, im Falle einer Probezeit zwei Wochen.

Eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ist möglich, jedoch wird dies oft bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen. Dann darf die Kündigung erst mit der Aufnahme der Tätigkeit eingereicht werden. Manchmal schreibt der Arbeitgeber auch eine Vertragsstrafe in den Arbeitsvertrag, die in der Regel in Höhe des Bruttogehalts ausfällt. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, muss der Bewerber bei der Arbeit erscheinen. Bei sehr schlechter Leistung oder bei Nichterscheinen macht er sich schadensersatzpflichtig.

Eine Möglichkeit, die Kündigungsfrist zu umgehen, ist der sogenannte Aufhebungsvertrag. Hier kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter vorzeitig aus dem Arbeitsverhältnis entlassen. Die Verhandlung wird in der Regel positiv ausgehen, da Arbeitgeber kaum an unmotivierten Mitarbeitern interessiert sind.

Quelle: n-tv.de, imi

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