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Was hilft gegen die Hitze? Fünf Abkühlungs-Maßnahmen auf dem Prüfstand

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Viele sehnen sich bei heißen Temperaturen nach einem eiskalten Getränk.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Es ist Sommer. Und ziemlich heiß. Zeit also für gut gemeinte Ratschläge zum Runterkühlen. Wer meint, ein eisgekühltes Getränk oder eine kalte Dusche brächten dem Körper Abkühlung, der irrt. Ein Faktencheck.

Um bei der extremen Hitze gut durch den Tag und die Nacht zu kommen, setzen die meisten Menschen auf gekühlte Getränke, kurze Kleidung und kalte Duschen. Aber schaffen diese Maßnahmen wirklich Abhilfe, wenn der Körper vor lauter Schweiß nur so trieft? Ein Faktencheck.

Warm statt kalt duschen

Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad neigen viele zu einer eiskalten Dusche. Doch ebendiese sorgt dafür, dass unser Körper noch mehr schwitzt, da dieser durch den schnellen Wechsel von heiß zu kalt zu arbeiten beginnt, um die Temperatur wieder auszugleichen. Darüber hinaus wird unser Kreislauf zusätzlich belastet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt stattdessen eine lauwarme Dusche oder ein kühlendes Fußbad.

Lieber lauwarmen Tee trinken

Bei dem Gedanken an eine eiskalte Limo kann im Sommer wohl kaum jemand widerstehen. Allerdings sorgen gekühlte Getränke für die gleiche Körperreaktion wie eine kalte Dusche: Der Körper arbeitet noch mehr. Lauwarme Getränke, etwa ein Pfefferminztee, haben einen besseren und nachhaltigeren Effekt.

Lange Kleidung aus leichtem Material

Wenn es draußen heiß ist, greifen die meisten überwiegend zu kurzer Kleidung. Dabei zirkuliert die Luft bei langer Kleidung aus leichtem Material wie Leinen oder Baumwolle besser. Ein weiterer Tipp: Schwarze Kleidung blockt schädliche Sonnenstrahlen besser ab - und ist deshalb ein besserer Sonnenschutz als weißer Stoff.

Mittags- und Feierabendsonne vermeiden

Viele sind in dem Glauben, dass es unter der Mittagssonne am heißesten sei. Viele Wetterexperten warnen aber auch vor der "Feierabendhitze". Denn zwischen 16 und 17 Uhr ist die Temperatur im Hochsommer zumeist am höchsten. Steht die Sonne am höchsten, bedeutet das also nicht, dass dann auch das Thermometer seinen höchsten Stand erreicht. Grundsätzlich gilt aber auch zwischen 11 und 14 Uhr Vorsicht beim Aufenthalt in der Sonne.

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Vorsicht bei Sand und Wasser

Wer den Sommer gerne am Strand verbringt, sollte mit Sonnencreme keineswegs sparen. Denn: Sowohl im Wasser als auch im Sand reflektiert die Sonne, sodass noch leichter ein Sonnenbrand entsteht. Übrigens: Jenes Phänomen tritt auch bei Schnee auf dem Gletscher auf, er verstärkt die Sonnenstrahlung um bis zu 90 Prozent.

Quelle: ntv.de, awi/spot

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