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Von doll bis defekt Fünf Kinderfahrräder "mangelhaft"

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Radfahren ist eine gute Sache. Gerade auch für Kinder. Damit etwas mehr Bewegung ins Leben kommt. Natürlich sollte dann aber auch der Untersatz gut und sicher sein. Warentest hat sich der Sache angenommen und Kinderfahrräder untersucht.

Steigt der Nachwuchs aufs Rad, freuen sich die Eltern. Denn bei der Bewegung an der frischen Luft hat auf dem Sattel endlich auch mal das Smartphone Pause. Aber natürlich darf auch die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Und die fängt beim Fahrrad an.

Die Stiftung Warentest hat aus diesem Grund 12 Kinder­fahr­räder untersucht. Bei den Test­kandidaten handelt es sich um 20-Zoll-Kinder­fahr­räder für 270 bis 575 Euro. Die geprüften Fahr­räder sind mit Ketten- oder Nabenschaltung, mit zwei Hand­bremsen oder Vorder- und Rück­tritt­bremse ausgestattet. Unter den zwölf Modellen sind auch einige mit tief geschwungenem Rahmen - umgangs­sprach­lich oft als Mädchenfahr­rad bezeichnet.

Mit bis zu 15 Kilogramm wiegen die Räder im Test so viel wie manches Fahr­rad für Erwachsene. Zarten Kindern kann es schwerfallen, dieses Gewicht anzu­heben und mit den Rädern anzu­fahren, selbst Erwachsene können beim Schleppen ins Schwitzen kommen. Nur ein teures Rad ist wirk­lich leicht und sehr kindgerecht gebaut, konnte aber aus anderen Gründen nicht überzeugen.

Probleme beim Bremsen und Schadstoffe im Sattel

Im Praxistest schnitten alle Modelle mit "gut" ab. Die Prüfungen zu Haltbarkeit, Bremskraft und Schadstoffen sorgten aber für zum Teil drastische Abwertungen. So rasseln gleich fünf Räder, darunter eines der teuersten im Test, mit "mangelhaft" durch. So reichte die Bremskraft bei vier Fahrrädern nicht aus, um sie mit einem jeweiligen Gesamtgewicht von 60 Kilogramm rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Und dieses Gewicht ist bei schwereren Kindern plus Gepäck schnell erreicht. Vor allem aus diesem Grund fielen unter anderem diese Räder im Test durch: "Dash-20 3-Gang von Winora" (circa 430 Euro), "Woom 4 von Woom" (rund 575 Euro) und "Bulls Tokee Street 6 20 Zoll" für circa 450 Euro.

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Zudem waren diverse Räder in puncto Schadstoffe nur "ausreichend": Gleich in sechs fand das Labor unter anderem hohe Gehalte des umstrittenen Weichmachers DPHP im Sattel. Dieser ist zwar nicht verboten und laut Warentest geht von den Rädern diesbezüglich keine akute Gefahr aus; das Bundesinstitut für Risikobewertung rät aber, bei Produkten für Kinder möglichst darauf zu verzichten.

Drei 20-Zoll-Kinderfahrräder sind "gut": das "Puky Skyride 20-3 Alu Light" für 460 Euro, laut Anbieter leider ein Auslaufmodell, das "Cube Kid 200 Street" für 480 Euro und das "Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock", mit 270 Euro das günstigste Rad im Test. Alle drei fahren gut, sind sehr sicher und robust.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 16. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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