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Post klagt über Kosten Porto soll deutlich steigen

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Ursprünglich sollte der neue Tarif bereits ab 01. Januar 2019 gelten.

(Foto: dpa)

Auch wenn vieles mittlerweile per E-Mail erledigt werden kann - manches Mal ist der klassische Postweg inklusive Briefmarke unerlässlich. Und dessen Nutzung soll erneut teurer werden. Gleich 10 Cent mehr sollen ab Frühjahr nächsten Jahres fällig werden.

Nach drei Jahren ohne Preiserhöhungen für Verbraucher und Unternehmen plant die Deutsche Post einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge für das Frühjahr 2019 die nächste Preiserhöhung. Demnach soll sich dann das Porto für Standardbriefe von derzeit 70 Cent auf dann 80 Cent erhöhen.

Post-Chef Frank Appel sagte in einem Interview mit der Zeitung eine Erhöhung sei mit Blick auf das seit Jahren schrumpfende Briefgeschäft notwendig. In den ersten neun Monaten diesen Jahres fiel das Briefvolumen der Deutschen Post demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der Bundesrepublik um 4,4 Prozent auf rund 13,06 Milliarden Stück. "Wir hatten dieses Jahr eine Gewinnwarnung. Dadurch haben sich einige unserer Zahlen geändert, die von der Bundesnetzagentur jetzt noch gründlich geprüft werden. Das ist jetzt eine Verzögerung, aber die Portoerhöhung wird hoffentlich noch im ersten Quartal kommen", so Appel.

Die Bundesnetzagentur legt nach der Prüfung dann den Preisrahmen fest, den die Post dann von seinen Kunden in Zukunft fordern kann. Hierbei sehen die Regeln vor, bei der Ermittlung des Gewinnzuschlags nicht nur die eigenen Kosten, sondern auch die Margen von Unternehmen als Vergleich heranzuziehen, die in anderen europäischen Ländern im regulierten Briefgeschäft aktiv sind. Zudem werden bei der Preisfindung auch Inflation und Personalkosten durch die Regulierungsbehörde berücksichtigt.

Ursprünglich sollte der neue Tarif bereits ab 01. Januar 2019 gelten. Doch nach konzerninternen Turbulenzen samt Gewinnwarnung im Sommer dieses Jahres stellte das Bonner Unternehmen der Regulierungsbehörde nicht die erforderlichen Daten zur Verfügung. Wodurch die Bundesnetzagentur das Genehmigungsverfahren für die Portoerhöhung auf Eis.

Darüber, ob Verbraucher auch für die Beförderung einer Postkarte tiefer in die Tasche greifen müssen, äußerte sich Appel in dem Gespräch nicht. Derzeit liegen die Kosten hier bei 0,45 Euro. 

Quelle: n-tv.de, awi

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