Ratgeber
Finanztest empfiehlt, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen.
Finanztest empfiehlt, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen.(Foto: imago/pictureteam)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Von gut bis mangelhaft: Reiserücktrittsversicherungen im Test

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Doch manchmal nicht nur Gutes. Um sich vor möglicher Unbill vor oder während des Urlaubs zu schützen, können Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen sinnvoll sein. Finanztest hat sie getestet.

Es wäre doch schade, wenn der geplante Urlaub nicht nur nicht stattfinden kann, sondern trotzdem Geld kostet. Vor derlei Ungemach können Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen den Urlauber bewahren. Ein Abschluss kann also lohnen - zumindest bei einem guten Tarif.  Denn die Policen kommen für Kosten auf, die entstehen, wenn eine Reise aus verschiedenen Gründen abgesagt, abgebrochen oder auch verlängert werden muss. Sie ist besonders für Frühbucher, Familien mit Kindern und Senioren sinnvoll. Für diejenigen, die mehr als einmal im Jahr verreisen, lohnen sich oft Jahresverträge, wie Finanztest berichtet.

Bei der entsprechenden Untersuchung wurden 138 Tarife von 15 Anbietern untersucht. Viele davon wurden für "gut" befunden. Ein "sehr gut" wurde durch die Stiftung Warentest aber nicht vergeben. Testsieger ist ein Versicherer in allen Kategorien ohne Selbstbeteiligung. Der Singletarif für eine 1000-Euro-Reise liegt hier bei 42 Euro, einen Familienvertrag für mehrere Urlaube im Wert von jeweils 1000 Euro gibt es ab 107 Euro. Die Reiserücktrittsversicherung gibt es in vier Varianten: Single- und Familientarife, Einzel- oder Jahresverträge.

"Finanztest" empfiehlt grundsätzlich die Kombination aus Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen. Sie zahlen nicht nur, wenn Kunden die Reise stornieren, sondern auch, wenn sie einen Urlaub abbrechen oder unterbrechen müssen.

Besser ohne Selbstbeteiligung

Einige Anbieter zahlen demnach sogar den vollen Reisepreis zurück, wenn ein Urlaub innerhalb der ersten Hälfte abgebrochen werden muss. "Finanztest" empfiehlt, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Gerade bei teuren Reisen kann eine Selbstbeteiligung eine beträchtliche Summe ausmachen.

Grundsätzlich springen Reiserücktrittsversicherungen bei einer Stornierung wegen unerwarteter Ereig­nisse ein. So zum Beispiel: eine schwere Erkrankung oder ein schwerer Unfall des Reisenden, Tod, Schaden am Eigentum, ein überraschender ­Jobwechsel, der Verlust des Arbeits­platzes. Der häufigste Grund für Absagen sind Krankheiten. Doch ein Knackpunkt in den Vertragsbedingungen ist die Klausel, dass der Versicherer nur bei "unerwartet schwerer Krankheit" zahlt. Für den Kunden erschließt sich nicht, welche Krankheit versichert oder ausgeschlossen ist. Deshalb sollte er sich bei Vorerkrankungen vor Buchung der Reise eine Reisefähigkeitsbescheinigung vom Arzt erstellen lassen.

Bei den Policen für Einzelpersonen empfehlen die Tester unter anderem den "Travel Secure"-Tarif ("gut/1,6) der Würzburger, genau wie bei Familien. Dabei konnte der Tarif "Finanztest" sowohl zur Absicherung von nur einer Reise als auch als Jahresvertrag überzeugen.     

Quelle: n-tv.de