Ratgeber

Kfz-Versicherung Schluss mit günstig

Im Kampf um Kunden haben sich die Kfz-Versicherer in den letzten Jahren mit Rabatten unterboten. Gut für die Versicherten, doch manch ein Anbieter drohte bei dem Draufzahlgeschäft unter die Räder zu kommen. Jetzt ziehen die Preise branchenweit deutlich an.

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In der Vergangenheit lohnte sich der Wechsel meist. Das könnte in diesem Jahr anders sein.

(Foto: Claudia Hautumm, pixelio.de)

Die Rabattschlacht unter Kfz-Versicherungen geht offenbar zu Ende. Das legt eine Stichprobe nahe, die die Zeitschrift "Auto Motor und Sport" unter günstigen Autoversicherern durchgeführt hat. Der Beispielskunde, ein 41jähriger Angestellter aus Frankfurt am Main, zahlte für einen neu zugelassenen Opel Corsa bei einst günstigen Direktversicherern teilweise doppelt so viel wie im Vorjahr.

 

So stieg der Jahresbeitrag bei der "Direct-Line" von 279 Euro um 115 Prozent auf 600 Euro. Bei Ineas kletterten die Kosten für den gleichen Vertrag um 42 Prozent auf 554 Euro. Die HUK 24 konnte den Beitrag mit einem Plus von nur 4,1 Prozent stabil halten. Ineas fiel auch bei den Modellen Golf 1.4, dem BMW Dreier und der Mercedes E-Klasse mit starken Preissteigerungen auf.

 

Günstiger wurde keine Police im Test. "Die Rabattschlacht unter Kfz-Versicherungen geht offenbar zu Ende", wertet "auto motor und sport" die Ergebnisse der Untersuchung. Die Versicherer versuchten, anstatt der Fortsetzung des Preiskriegs nun ihr Geschäft wieder in Ordnung zu bekommen und Gewinne zu erwirtschaften. Im vergangenen Jahr habe die Branche einen Verlust von 700 Millionen Euro eingefahren. "Bei einer im Markt durchschnittlichen Schaden-Kosten-Quote von über 110 Prozent legen manche Versicherer pro eingenommenen Euro zehn Cent und mehr drauf. Das lässt sich auf Dauer nicht durchhalten" zitiert das Blatt Eduard Thometzek, den Vorstand der Zurich-Gruppe Deutschland.

 

Kfz-Versicherungsrechner

Quelle: n-tv.de, ino/AFP