Ratgeber

Freunde gewinnen So macht man sich beliebt

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Gute soziale Beziehungen sind enorm wichtig für das persönliche Wohlbefinden.

(Foto: imago/Westend61)

Die Kunst im Umgang mit Menschen ist nicht allen in die Wiege gelegt worden. So kommt es immer wieder zu Konflikten im Alltag und auch zu Einsamkeit. Die folgenden Regeln helfen dabei, sympathisch auf Menschen zu wirken sowie harmonische Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Jeder kennt sie: Es gibt Menschen, die sind einfach überall gern gesehen. Sie haben einen riesigen Freundeskreis, werden überall eingeladen und haben offenbar überhaupt keine Probleme, fremde Menschen für sich zu gewinnen. Diese Personen haben jedoch keinen Zauberstab, mit dem sie andere dazu bringen, sie zu mögen. Beliebte Zeitgenossen wenden bewusst oder unbewusst einige Regeln an, die für den richtigen Umgang mit Menschen essenziell sind. Sie wissen instinktiv, dass Streitsucht, überzogener Egoismus und Besserwisserei nicht nur zwecklos sind, sondern auch ihren Beziehungen massiv schaden. Solche Verhaltensweisen können jedoch leicht abgelegt und durch hilfreichere ersetzt werden.

Lächeln

Viele Menschen merken gar nicht, wie unsympathisch sie wirken, weil ein Lächeln auf ihren Lippen fehlt. Auch wenn sie sich gar nicht schlecht fühlen oder auch andere Personen gar nicht von sich fernhalten möchten, sagt ihr Gesicht etwas anderes. Doch ein Lächeln zeigt anderen Menschen: Ich mag dich und bin gerne in deiner Gegenwart. Wer sich also angewöhnt, seine Mitmenschen anzulächeln, wirkt auf Anhieb sympathisch. Damit das Lächeln nicht zu gekünstelt wirkt, hilft es zuweilen, an etwas Erfreuliches zu denken oder im Vorfeld der Begegnung fröhliche Musik zu hören, um sich in eine angenehme Stimmung zu versetzen.

Auch beim Telefonieren sollte man nach Möglichkeit ein Lächeln aufsetzen, denn der Gesprächspartner erkennt die freundliche Miene an der Stimme. So macht man auch am Telefon einen guten Eindruck.

Namen merken

Zu einer begeisterten Begrüßung gehört nicht nur ein Lächeln, sondern auch die Erwähnung des Namens der betreffenden Person. Die Tatsache, dass Gründer großer Firmen wie Schwarzkopf oder Honda ihren Namen zur Marke gemacht haben, lässt bereits auf die hohe Bedeutung des eigenen Namens für viele Menschen schließen. Der eigene Name wird in der Regel besonders gern gehört. Beim Kennenlernen neuer Personen sollte man sich deshalb sofort deren Vor- und Nachnamen in richtiger Schreibweise merken oder notieren. Bei den nächsten Begegnungen sticht man besonders positiv heraus, wenn man die Person direkt mit deren Namen ansprechen kann.  

Für andere interessieren

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"Wer sich für andere interessiert, gewinnt in zwei Monaten mehr Freunde als jemand, der immer nur versucht, die anderen für sich zu interessieren, in zwei Jahren." (Dale Carnegie)

Wer kaum Interesse am Leben seiner Mitmenschen zeigt, hält diese auf Abstand. Gerade solche Menschen, die ständig von sich selbst und ihren Errungenschaften erzählen, machen sich selten Freunde. Man sollte sich stets darüber bewusst sein, dass sich der Normalmensch am meisten für sich selbst interessiert. Erst an zweiter Stelle kommen demnach andere Personen. Wer sich nun beliebt machen möchte, sollte sich aufrichtig für sein Gegenüber interessieren. Die meisten Menschen reden unglaublich gern über ihre Interessen, ihre Bedürfnisse und ihr Leben. Beim Gespräch selbst ist es wichtig, gut zuzuhören und Nachfragen zu stellen. Vor oder während des Gesprächs sollte man außerdem herausfinden, für was sich der andere interessiert. So wirkt man nicht nur besonders sympathisch, sondern bekommt auch zu fremden Menschen Zugang auf einer persönlicheren Ebene.

Übrigens: Wer sich für andere interessiert, wird selbst interessanter. Das gegebene Interesse wird also in den meisten Fällen auch zurückgespiegelt.

Anerkennung geben

Dale Carnegie schreibt in seinem Buch "Wie man Freunde gewinnt", dass es sich bei dem Bedürfnis nach Anerkennung um einen unstillbaren Hunger handelt. Die meisten Menschen sind daher äußerst empfänglich für Komplimente und das Selbstbewusstsein fördernde Aussagen. Die positiven Äußerungen sollten jedoch stets ehrlich gemeint sein. Geheuchelte Schmeicheleien stoßen meist auf wenig Gegenliebe. Deshalb sollte man sich überlegen, welche Äußerlichkeiten, Verhaltensweisen oder Eigenschaften man an der betreffenden Person wertschätzt, und ein ernst gemeintes Lob verteilen. Das kommt immer gut an.

Streit vermeiden

Endlose Diskussionen und Konflikte rauben nicht nur Nerven, sondern schaden auch sozialen Beziehungen. Man kann dem anderen zwar mit Argumenten beweisen, dass dieser im Unrecht ist, stellt aber damit seine Urteilsfähigkeit und Intelligenz infrage. Zudem wird jemand, der gegen seinen Willen von etwas überzeugt wird, aus Stolz an seiner Meinung festhalten. Die verursachte Kränkung des Gegenübers führt dazu, dass sich die Kluft zwischen zwei Menschen vergrößert.

In Diskussionen lohnt sich daher die Mühe, den Standpunkt des anderen nachvollziehen. Es hilft auch, sich zu überlegen, wo Fehler in der eigenen Argumentation versteckt sein könnten. Diese sollte man zugeben und nach Übereinstimmungen mit dem Kontrahenten suchen. Hat man sich bereits in einer hitzigen Diskussion verfangen, ist es hilfreich, zunächst das Thema zu wechseln. Will man den anderen unbedingt von seiner Meinung abbringen, sollte man sein Gegenüber stets freundlich behandeln und, wenn möglich, ein paar anerkennende Worte sagen.

Hilfreiche Phrasen, mit denen man die eigene Meinung äußern kann, ohne den anderen anzugreifen, sind zum Beispiel:

"Ich denke ..."
"Ich stelle mir vor ..."
"Ich befürchte ..."
"Ich bin zwar ganz anderer Meinung gewesen, aber ich kann mich irren. Gehen wir der Sache einmal nach."

Quelle: n-tv.de, imi

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