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Tarifbeschäftigte in Deutschland So viel Weihnachtsgeld gibt es 2019

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Das Weihnachtsgeld hat im Schitt um zwei Prozent zugelegt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fast neun von zehn Beschäftigten mit Tarifvertrag dürfen sich in diesem Jahr über Weihnachtsgeld freuen. Und das liegt laut dem Statistikamt im Schnitt bei 2600 Euro. In einer Branche fällt die Sonderzahlung demnach besonders hoch aus.

Die große Mehrheit der Tarifbeschäftigten in Deutschland erhält auch in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, bekommen das zusätzliche Entgelt insgesamt rund 87 Prozent der Beschäftigten mit Tarifvertrag. Durchschnittlich erhalten sie 2632 Euro brutto - fast zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

In Westdeutschland liegt das Weihnachtsgeld mit im Schnitt 2644 Euro um 3,8 Prozent höher als in Ostdeutschland mit 2547 Euro. Im Branchenvergleich führen Tarifbeschäftigte im Bereich "Gewinnung von Erdöl und Erdgas" mit im Schnitt 5780 Euro Weihnachtsgeld im Jahr 2019 die Rangliste an.

Ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt liegt den Statistikern zufolge das tarifliche Weihnachtsgeld bei den Rundfunkveranstaltern mit 5274 Euro sowie im Bereich "Energieversorgung" mit 4923 Euro.

Diese Branchen zahlen am wenigsten

Das niedrigste Weihnachtsgeld bekommen die Tarifbeschäftigten im Bereich "Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften" mit durchschnittlich 318 Euro, gefolgt von den Bereichen "Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten" mit 492 Euro sowie "Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien" mit 510 Euro.

In Deutschland lag der Anteil der Beschäftigten in deutschen Unternehmen, die noch an einen Branchentarifvertrag gebunden sind, im vergangenen Jahr bei 47 Prozent. Zuletzt lag die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland bei rund 45 Millionen. Damit dürften sich schätzungsweise 18 Millionen Menschen über ein tarifliches Weihnachtsgeld freuen.

Das zusätzlich überwiesene und auch sofort besteuerte Weihnachtsgeld ist bei den meisten Empfängern schon fest eingeplant: Sei es, um aufgelaufene Rückstände auszugleichen, die Urlaubskasse zu füllen oder fürs Alter vorzusorgen, etwa über Direktversicherungen. Zum Jahreswechsel werden typischerweise auch Versicherungsprämien und Mitgliedsbeiträge fällig. Damit schmilzt das Weihnachtsgeld fast genauso schnell wie der erste Schnee.

Quelle: n-tv.de, kst/AFP

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