Ratgeber

Bundesnetzagentur fordert zum Nachmessen auf Surf-Geschwindigkeit wird überprüft

Ob Internetanschlüsse Daten so schnell übertragen, wie Anbieter versprechen, darf nach einer Studie der Bundesnetzagentur bezweifelt werden. Nun soll mit einer weiteren Untersuchung überprüft werden, ob der Breitbandanschluss immer noch lahmt.

90 Prozent der Lehrer verfügen beispielsweise über einen Breitbandinternetanschluss - von den deutschen Haushalten haben im Durchschnitt nur zwei Drittel einen solchen Zugang. (Bild: dpa)

Der Test sollte nicht über drahtlose (W-LAN)-Verbindungen durchgeführt werden.

Im Frühjahr bestätigte eine Studie mit einer Viertelmillion ausgewerteter Messungen den Verdacht vieler Internetnutzer: Breitbandanschlüsse halten beim Surf-Tempo oft nicht, w as sie versprechen. Daten werden oft langsamer übertragen, als die von Internet-Anbietern beworbene Maximalgeschwindigkeit die Kunden glauben lässt. Parallel dazu hatte die Bundesnetzagentur die Standardverträge der Anbieter untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass fast alle Anbieter gegenüber den Kunden flexible Angaben zur verfügbaren Bandbreite machen.

Jetzt will die Bundesnetzagentur wissen, ob sich etwas getan hat, und fordert erneut zum Nachmessen auf. Ob Internetanschlüsse Daten so schnell übertragen, wie Anbieter versprechen, will die Agentur mit einer weiteren Studie überprüfen. Bis zum Jahresende können Kunden über die Internetseite https://www.initiative-netzqualitaet.de/startseite/ testen, wie schnell ihr Breitbandbandanschluss ist, teilte die Agentur am Mittwoch mit. Dabei werden sämtliche während der Messung ermittelten Messergebnisse des jeweiligen Internetzugangs vollständig dargestellt. Die Ergebnisse sollen im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Im April gab die Netzagentur Ergebnisse einer ersten Studie bekannt, bei der etwa eine Viertelmillion Internet-Nutzer die Bandbreite ihres Anschlusses gemessen hatten. Dabei kam heraus, dass Daten oft langsamer übertragen werden, als die von Internet-Anbietern beworbene Maximalgeschwindigkeit die Kunden glauben lässt. Das galt für alle Technologien, Produkte und Anbieter. Die Behörde forderte daraufhin, Kunden müssten verständlich über die tatsächliche Geschwindigkeit ihres Anschlusses informiert werden. Anbieter müssten auch Entschädigungsansprüche oder Kündigungsrechte deutlicher mitteilen.

Die zweite Studie untersucht ebenfalls, wie häufig und wie stark die tatsächliche Datenübertragungsrate von der im Vertrag angegebenen "bis zu"-Geschwindigkeit abweicht. So will die Netzagentur herausfinden, ob sich etwas verbessert hat.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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