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Oft viel zu viele Schadstoffe Warentest warnt vor allerlei Kräutertees

Kräutertee als Heilmittel

Nicht alle Kräutertees tun dem Menschen gut.

(Foto: dpa)

Egal, ob aus Genuss oder wegen des Geschmacks: Die Deutschen lieben Kräutertees. Doch unbedarft trinken sollten sie nicht jedes Gebräu, denn das eine oder andere Produkt ist arg mit Schadstoffen belastet, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt.

Wie immer die gute Nachricht zuerst: Fenchel- und Pfefferminztees können in Hinblick auf deren Schadstoffbelastung meist bedenkenlos konsumiert werde. Dies zeigt eine neue Untersuchung der Stiftung Warentest. Anders sieht dies aber bei Kamillentee und Kräutermischungen aus. Denn in diesen haben die Tester häufig schädliche Substanzen gefunden. Dies war die schlechte Nachricht.

Besonders der Kamillentee der Firma Kusmi Tea ist bei dem Test besonders negativ aufgefallen. Das Produkt enthielt in der untersuchten Charge einen äußerst hohen Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden (PA). Diese gelangen mutmaßlich über versehentlich mitgeerntete Wildkräuter in den jeweiligen Tee. Einen gesetzlichen Grenzwert für diese Belastung gibt es nicht, mehr als 0,42 Mikrogramm sollte man laut den Testern dennoch nicht aufnehmen, denn die Substanz gilt als potenziell krebserregend und erbgutschädigend.

Ein einziger Teebeutel von Kusmi Tea enthält bereits 161 Mikrogramm an Pyrrolizidinalkaloiden - also das 380-Fache der langfristig unbedenklichen Tageszufuhr. Und auch wenn durch den belasteten Tee keine akute Gefahr ausgeht, erhöht sich durch das regel­mäßige Trinken das Risiko für Tumore und Leberschäden, wie Warentest warnt.

Aber auch in anderen Kamillentees wurden erhöhte Gehalte an PA aufgespürt. So etwa in den Produkten von Teekanne, Pukka und dem "West­minster Tea Kamille" von Aldi (Nord) sowie in zwei Kräutermischungen: "Kings's Crown Kräuter-Symphonie" von Ross­mann und "8 Kräuter" von Teekanne. Aber auch der "Tip Pfefferminztee" von Real enthält vergleichs­weise viel von dem schädlichen Stoff.

Empfehlen kann Warentest hingegen unter anderen den "Meßmer Kamillentee", die Kräutermischung "Tee Handelskontor Bremen", den "Alnatura Pfefferminztee" sowie den "Sidropa Pfefferminztee". Bei den Fenchelprodukten wurden neben vielen anderen der bio "Alnatura Baby Fenchel Tee", der "Herba Fenchel" und der "Hipp Bio-Fenchel-Tee" ob seiner geringen Schadstoffbelastung positiv hervorgehoben.  

Quelle: n-tv.de, awi

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