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"Muslimische Terroristen" in Thailand Ausländer in Bangkok gefährdet

Nach US-Informationen sind zwei mutmaßlich "muslimische Terroristen" nach Bangkok eingereist. Diese könnten Anschläge auf Ausländer planen -Touristen sollten daher derzeit besonders wachsam sein.

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Proteste von Muslimen in Bangkok gegen das Verbot von Hidschabs, der islamischen Körperbedeckung für Frauen, in Schulen. (Bild vom 10. Januar)

(Foto: dpa)

Die US-Botschaft in Bangkok hat vor möglichen Terroranschlägen auf Ausländer in der thailändischen Hauptstadt gewarnt. "Ausländische Terroristen" könnten in der "näheren Zukunft" Anschläge auf US-Bürger in den Touristenvierteln der Metropole planen, erklärte die Botschaft. Die diplomatische Vertretung rief ihre Bürger zur Wachsamkeit auf und riet ihnen, sich in der Öffentlichkeit unauffällig zu verhalten.

Thailands Verteidigungsminister Yutthasak Sasiprapha sagte, die USA hätten die Regierung am Donnerstagabend über die Einreise von zwei mutmaßlich "muslimischen Terroristen" nach Thailand informiert. Es gebe jedoch keinen Grund zur Sorge, sagte der Minister, der sich zuversichtlich gab, dass die beiden Männer bis zum Abend gefasst werden könnten. Eine eigene Terrorwarnung wollte die Regierung nicht herausgeben.

Der Süden Thailands ist seit Jahren Schauplatz eines blutigen Aufstands muslimischer Rebellen, bei dem seit 2004 fast 5000 Menschen getötet wurden. Allerdings konzentrieren sich die Anschläge und Gefechte auf den Süden und richten sich nicht gegen Ausländer. Am Silvestertag 2006 waren bei einer Serie von Bombenanschlägen in Touristen- und Geschäftsviertel in Bangkok drei Menschen getötet worden. Die Täter sind bis heute unbekannt.

Quelle: ntv.de, AFP