Reise

Flut im Großraum Bangkok Außenamt rät von Thailand ab

DAB1419-20111028.jpg7064758920506881391.jpg

AP

Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Bangkok ab - wer eine Reise in die Hauptstadt Thailands gebucht hat, kann nun kostenlos stornieren.

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand verschärft: "Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Großraum Bangkok und Zentralthailand wird dringend abgeraten", heißt es darin. "Reisende sollten sich umgehend mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen, um die Möglichkeit der Verschiebung der Reise oder der Änderung der Reiseroute zu besprechen." Randgebiete Bangkoks seien bereits überschwemmt. Und nach Informationen der thailändischen Behörden müsse in den nächsten Tagen mit Überschwemmungen in allen Stadtteilen gerechnet werden. Beeinträchtigungen für Touristen sind damit sehr wahrscheinlich.

Waten im Wasser: Randgebiete von Bangkok sind bereits überflutet, in den nächsten Tagen ist mit Überschwemmungen in allen Stadtteilen zu rechnen. (Bild: dpa)

Waten im Wasser: Randgebiete von Bangkok sind bereits überflutet, in den nächsten Tagen ist mit Überschwemmungen in allen Stadtteilen zu rechnen.

Für die Tourismuszentren für Strandurlauber gilt der Anspruch auf ein kostenloses Stornieren aber nicht. Das Auswärtige Amt hält ausdrücklich an seiner bisherigen Einschätzung fest: "Die Haupttouristengebiete im Süden des Landes wie Phuket, Pattaya, Koh Samui und Hua Hin sind derzeit kaum in Mitleidenschaft gezogen."

Pauschalurlauber, die bereits in Bangkok sind, nun aber vorzeitig abreisen wollen, müssten nicht den vollen Reisepreis bezahlten, erläutert Sabine Fischer-Volk, Reiserechtsexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg: "Aber sie bezahlen den Urlaub bis zum Tag der Abreise, den Rest bekommen sie erstattet."

2011-10-27T125301Z_01_DSB11_RTRMDNP_3_THAILAND-FLOODS.JPG5122080512055861397.jpg

Ein Mann läuft mit seinem Surfboard durch die Straßen von Bangkok.

(Foto: REUTERS)

Anders ist die reiserechtliche Lage, wenn Touristen unfreiwillig länger in Bangkok bleiben müssen - etwa, weil es Probleme mit den Rückflugmöglichkeiten gibt. "Dann müssen sie die Kosten für weitere Übernachtungen selbst tragen", sagte Fischer-Volk. "Wird die Rückreise teurer als ursprünglich vorgesehen, teilen sie sich die Mehrkosten mit dem Reiseveranstalter."

Seit Wochen kämpft Thailand mit den Wassermassen. In der Hauptstadt Bangkok wird die Lage immer prekärer. Die Randgebiete sind bereits überschwemmt. Und die thailändischen Behörden rechnen mit der möglichen Überschwemmung aller Stadtteile. Das könnte Einschränkungen in der Strom- und Wasserversorgung sowie des Transportwesens bedeuten. Der Internationale Flughafen Bangkok - Suvarnabhumi Airport - sei aber weiterhin geöffnet, hieß es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Der Reisehinweis gelte daher auch nicht für Transitaufenthalte.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema