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Großbritannien-Touristen sollten sich angesichts der anhaltenden Krawalle über die aktuelle Lage in den betroffenen Städten auf dem Laufenden halten.
Großbritannien-Touristen sollten sich angesichts der anhaltenden Krawalle über die aktuelle Lage in den betroffenen Städten auf dem Laufenden halten.
Mittwoch, 10. August 2011

Touristen in Großbritannien: Außenamt rät zu großer Vorsicht

Brennende Häuser, Straßenschlachten, Randale: Die Krawalle in Großbritannien nehmen kein Ende. Das Auswärtige Amt rät Reisenden zu besonderer Vorsicht. Touristen sollten sich aktuell informieren.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden nach Großbritannien angesichts der gewalttätigen Ausschreitungen in London und anderen Städten zu "besonderer Vorsicht". Auf der Homepage des Ministeriums hieß es: "Reisenden wird geraten, besondere Vorsicht walten zu lassen, sich bei Anzeichen von Ausschreitungen sofort zurückzuziehen und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten. Reisende sollten sich ferner durch die Medien über die aktuelle Entwicklung informieren und ihr Verhalten vor Ort entsprechend anpassen."

Die meisten Besucher Londons sähen von den Ausschreitungen allerdings nichts, erklärte der Reiserechtler Prof. Ernst Führich. "Der typische Londontourist hält sich in Westminster auf, Tottenham kennt er nur als Fußballclub." Eine Reise werde durch die derzeitigen Krawalle nicht beeinträchtigt, da mit höchster Wahrscheinlichkeit keine gebuchten Leistungen ausfallen, sagte Führich. Deshalb könnten Touristen, die für die kommenden Tage eine Pauschalreise nach London gebucht haben, auch nicht kostenlos stornieren.

Weitgehend normal

Dass die wichtigen Touristengebiete in London nicht von den Krawallen berührt seien, erklärte auch Chloe Couchman, Sprecherin von London & Partners. In allen großen Sehenswürdigkeiten wie Museen laufe der Betrieb normal. Auch der öffentliche Verkehr fließe zum größten Teil wie immer, nur der Bahnhof Brixton sei geschlossen. Couchman empfiehlt Reisenden, aufmerksam die Nachrichten zu verfolgen und beim Hotel telefonisch nachzufragen, ob die Lage in der Umgebung ruhig ist.

Die Unruhen hatten in der Nacht zum Sonntag (7. August) im Londoner Problemviertel Tottenham begonnen. Mittlerweile haben sie sich auf mehrere Städte wie etwa Manchester, Birmingham und Liverpool ausgeweitet.

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Quelle: n-tv.de

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