Reise

Von Ausrüstung bis Tourplanung Diese Tipps sollten Wanderneulinge beachten

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Beim Wandern spielt die Ausrüstung eine wichtige Rolle - vor allem wetterfeste Kleidung und rutschfeste Schuhe sind ein Muss.

(Foto: imago/Westend61)

Wandern ist ein großer Trend. Doch wer unerfahren und mit falscher Ausrüstung auf Bergtouren zum Beispiel in den bayrischen Alpen unterwegs ist, kann sich in Gefahr bringen. Worauf Wander-Neulinge achten sollten, damit sie sicher ans Ziel kommen.

Im Herbst sind viele Wanderer unterwegs - und gerade an langen Wochenenden strömen sie zahlreich in die bayrischen Alpen, in die Sächsische Schweiz oder ins Rothaargebirge. 69 Prozent der Deutschen sind einer Studie zufolge aktive Wanderer. Sie geben demnach rund 7,5 Milliarden Euro bei Tagesausflügen und im Wanderurlaub aus und noch einmal 3,7 Milliarden für die Ausrüstung.

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Der Herbst lädt wieder zu ausgiebigen Wandertouren ein.

(Foto: imago/Manngold)

Bei einer Wanderung in den Bergen dürfen einige Dinge im Rucksack nicht fehlen, damit es nicht zu Problemen kommt. Vor allem Einsteiger sollte sich einige Ausrüstungs-Tipps zu Herzen nehmen. Dazu gehört das Erste-Hilfe-Set inklusive Pflaster, Wund- und Brandsalbe, Pinzette, Kompressionsverband und Tape, erklärt der Deutsche Skiverband.

Außerdem muss das Handy mit eingespeicherten Notfallrufnummern mit auf die Bergtour, genau wie eine detaillierte Wanderkarte. Außerdem sollten Wanderer genug Getränke wie Wasser, Tee oder isotonische Drinks sowie wie Stullen, Energieriegel und Obst einpacken. Auch bei der Kleidung sollten Wander-Neulinge einiges beachten.

Es empfiehlt sich ein mehrlagiges Outfit - immer dabeihaben sollte man eine leichte Fleecejacke, weil das Wetter sich im Gebirge schnell ändern kann. An die Füße kommen bei Wanderungen auf präparierten Wegen niedrige Hiking-Schuhe, bei Wanderungen im Gebirge hohe und feste Wanderstiefel mit griffiger Profilsohle. 

Keine Hammer-Touren zum Einstieg

Auch die richtige - und vor allem angemessene Tourplanung ist enorm wichtig: Wer sich entsprechend vorbereitet, kann Unfälle im Gebirge vermeiden. In die Praxis umgesetzt wird dieser Grundsatz oft aber nicht: "Viele Wanderer muten sich Dinge zu, denen sie nicht gewachsen sind", erklärt Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV) in München. "Wenn ich nicht weiß, was ich kann, suche ich mir eine leichte und kurze Tour" - das kann etwa die Wanderung zu einer Hütte sein. Doch viele Unerfahrene wagen sich an Bergtouren, die sie letztlich überfordern - etwa an der Zugspitze oder am Watzmann.

Eine gute Planung und richtige Selbsteinschätzung sind für Wanderer in den Alpen am wichtigsten, sagt Bucher. Den Wetterbericht zu kennen, ist stets Pflicht und jetzt im Herbst besonders wichtig: "Es kann Wintereinbrüche mit Schnee ab 1500 Metern geben." Zudem sei es in der Nacht und in der Früh viel kälter als am Tag. Dadurch kann es im Schatten sehr rutschig sein: "Alles ist feucht und nass." Schnee bleibt in Schattenlagen schon liegen: "Bei der Planung der Tour muss ich mich darauf einstellen und auch die richtige Kleidung mitnehmen."  Wer also das erste Mal eine Wandertour macht, sollte sich in jedem Fall einige Gedanken über Route und Ausrüstung machen, dann läuft man nicht Gefahr, sich zu überfordern oder in schwierige Situationen zu kommen.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa