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Touristenzentren bleiben ruhig Kostenlose Umbuchungen möglich

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Ungeachtet aller Unruhen flogen die 24 Teilnehmerinnen der Miss Germany Wahl ins Trainingscamp nach Hurghada, um sich auf das Finale des Wettbewerbs vorzubereiten.

(Foto: dpa)

Die deutsche Botschaft in Kairo bemüht sich gegenwärtig um ein klares Bild über die Lage in Ägypten. Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise, dass deutsche Staatsbürger von den Unruhen unmittelbar betroffen sind. Laut Reiseverband ist im Moment nicht zu sehen, dass eine Rückholaktion infrage kommt.

Das Auswärtige Amt hat bislang keine konkreten Hinweise, dass deutsche Staatsbürger von den Unruhen unmittelbar betroffen sind. Die Botschaft in Kairo sei mit Hochdruck darum bemüht, sich ein klares Lagebild zu verschaffen, sagte eine Außenamtssprecherin.

Reiseveranstalter können schnell reagieren

Laut Reiseverband können deutsche Urlauber im Notfall schnell aus Ägypten in Sicherheit gebracht werden. "Die Reiseveranstalter sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Wir könnten mit der gesamten Infrastruktur sofort reagieren", sagte Sprecher Torsten Schäfer. Die Reisebranche habe erst vor zwei Wochen im Fall Tunesien bewiesen, "dass wir sehr schnell reagieren". Im Moment sei aber noch gar nicht zu sehen, dass eine Rückholaktion aus Ägypten infrage komme.

Lage in Touristenzentren ruhig

Bisher gebe es keine Wünsche von Urlaubern, vorzeitig ausgeflogen zu werden. "Die Kunden sagen alle, sie kriegen davon nichts mit. Dort in den Badeorten am Roten Meer - in Scharm el Scheich, in Hurghada oder Marsa Alam - gibt es keine Demonstrationen und Auseinandersetzungen." Die Lage sei sehr ruhig und besonnen. Deshalb gebe es auch keine "über das normale Maß hinausgehenden Rückreisewünsche" von Kunden. "Dementsprechend geht der normale Urlaubsverkehr ganz normal weiter."

Reisehinweise aktualisiert Reisehinweis

Das Auswärtige Amt hat angesichts der Proteste in Ägypten seinen Reisehinweis aktualisiert und von Reisen in mehrere Städte des Landes abgeraten. Obwohl sich die Demonstrationen in Ägypten "nicht gegen Touristen" richteten, werde "von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez" abgeraten, hieß es in dem Hinweis vom Samstag. In diesen Städten hatte es in den vergangenen Tagen gewaltsame Zusammenstöße bei Demonstrationen gegeben, zwischen 18.00 Uhr und 07.00 Uhr gilt dort eine Ausgangssperre. Reisenden in Ägypten werde "dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen", heißt es in dem Reisehinweis.

Die Reiseveranstalter Tui und Thomas Cook bieten Urlaubern kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten an. Der Reiseverband empfiehlt Touristen, die für die kommenden Tage gebucht haben, sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes über die Lage in Ägypten zu informieren und mit ihrem Reiseveranstalter in Kontakt zu bleiben. "Aber im Moment gibt es keine Änderung bei den Anreisen für Ägypten", versicherte Schäfer.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP