Sport

Heim-WM 2019 noch im Kopf Abschied von Turner Hambüchen - vielleicht

imago28459896h.jpg

Fabian Hambüchen bekommt eine riesige Abschiedsparty. Im Olympiastadion wird er bei der Stadiongala des Turnfests von 60.000 Zuschauern gefeiert.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Er macht Schluss - das verkündet Turner Fabian Hambüchen nach seinem Olympiasieg im Sommer. Jetzt wird er beim Turnfest in Berlin offiziell verabschiedet. Und plötzlich hält sich der 29-Jährige eine Hintertür offen.

Dies werden ganz besondere Minuten für Fabian Hambüchen. Am Abend wird der erfolgreichste deutsche Turner der Nachkriegsgeschichte bei der Stadiongala von mehr als 60.000 Teilnehmern und Gästen des Internationalen Deutschen Turnfestes verabschiedet. "Vielleicht schafft man es ja, dass ich ein paar Tränchen verdrücke", sagte der Hesse erwartungsfroh.

14 Jahre lang turnte er in der deutschen Auswahl, viele seiner langjährigen Wegbegleiter und sogar Kanzlerin Angela Merkel werden bei dem Ereignis im Berliner Olympiastadion dabei sein. "Wir haben uns für diesen besonderen Moment natürlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer und auch Fabian beeindruckt sein werden", verriet Stadiongala-Regisseur Harald Stephan, ohne auf Details einzugehen.

Auf jeden Fall werden bei der Stadiongala am Abend alle derzeitigen Auswahlturner neben weiteren rund 6000 Turnern an der Programmgestaltung mitwirken und dem Vorturner adé sagen. Eberhard Gienger, den Hambüchen mit insgesamt 40 nationalen Turn-Titeln als Rekordmeister entthronte, wird mit dem Fallschirm in das Olympiastadion einfliegen.

"Die Lust, mich zu quälen, ist wieder da"

In der internationalen Sportwelt hatte sich Hambüchen mit dem Gewinn von 27 Medaillen (10/7/10) bei Meisterschaften und Olympischen Spielen einen Namen gemacht. Die Krönung gelang ihm bei seinen vierten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dem Olympiasieg am Reck. Auch mit dem WM-Titel an seinem Spezialgerät bei der Heim-WM in Stuttgart vor zehn Jahren eroberte er die Herzen der Turn-Fans.

Da nun 2019 erneut eine WM in der Schwaben-Metropole ausgetragen wird, lässt sich Hambüchen trotz offizieller Verabschiedung noch einen Rückweg offen. "Die WM 2019 in Stuttgart ist natürlich im Kopf. Es ist eine Abwägungssache", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" und fügte hinzu: "Die Lust, mich zu quälen, ist wieder da." Rund ein Jahr vor dem Termin müsse er aber eine Chance haben, noch einmal Weltmeister zu werden, als Mitläufer im WM-Teilnehmerfeld wolle er nicht abtreten.

Quelle: n-tv.de, Frank Thomas, dpa

Mehr zum Thema